Die Nationale Gesellschaft „Eisenbahninfrastruktur“ plant eine neue elektrifizierte Bahnverbindung zum Grenzübergang bei Lessowo.
Diese soll die Konnektivität und die Verkehrskapazität zwischen Bulgarien und der Türkei verbessern, teilte das Unternehmen mit. Die Voruntersuchung sei bereits abgeschlossen. Das Vorhaben ist Teil des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-T) der EU.
Die neue Bahnstrecke von Jambol bis zur türkischen Grenze wird 71 Kilometer lang sein und aus zwei Hauptabschnitten bestehen – Jambol–Elchowo mit 39 Kilometern sowie Elchowo–Lessowo–Grenze mit 32 Kilometern. Der erste Abschnitt wird größtenteils auf der bestehenden Trasse verlaufen, der zweite wird vollständig neu gebaut.
Die geplante Geschwindigkeit beträgt 160 km/h für Personenzüge und 120 km/h für Güterzüge. Die Strecke wird sechs Haltepunkte und drei Bahnhöfe umfassen. Die Bauzeit wird auf sechs Jahre veranschlagt. Das Projekt hat strategische Bedeutung für Bulgarien als zentrale Verkehrsdrehscheibe zwischen der EU und der Türkei, heißt es in der Mitteilung.
Redakteur: Iwo Iwanow
Übersetzt und veröffentlicht von Lyubomir Kolarov
Foto: Nationale Gesellschaft „Eisenbahninfrastruktur“