49,2 Prozent der bulgarischen Bürger unterstützten den Beitritt zur Eurozone, 45,8 Prozent sprachen sich dagegen aus.
Das ging aus einer Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts „Alpha Research“ hervor, die im Zeitraum vom 8. bis 22. Juli unter 1.200 Bürgern und 500 Unternehmensvertretern durchgeführt wurde. Die Erhebung erfolgte im Rahmen eines Monitorings der öffentlichen Einstellungen zum Beitritt des Landes zur Eurozone. Auftraggeber war das Finanzministerium.
In der Wirtschaft fiel die Stimmung optimistischer aus: 69 Prozent der Befragten befürworteten den Schritt, 30,2 Prozent waren dagegen.
Zu den größten Sorgen der Bürger zählten weiterhin kurzfristige Effekte unmittelbar vor und nach der Einführung des Euro. Die meisten fürchteten Spekulationen und eine künstliche Erhöhung der Preise – 71 Prozent äußerten diese Befürchtung. Hinsichtlich der langfristigen Folgen zeigten sich sowohl Bürger als auch Unternehmen optimistisch, wobei der Optimismus unter Unternehmern besonders stark ausgeprägt war (65 Prozent positive und 22 Prozent negative Erwartungen).
Zu den positiven Erwartungen gehörten vor allem die Erleichterung beim Reisen und Bezahlen im Ausland, eine vereinfachte Abwicklung des Handels mit anderen europäischen Ländern sowie der Wegfall von Verlusten beim Umtausch von Lewa in Euro.
Redakteurin: Miglena Iwanowa
Übersetzt und veröffentlicht von Lyubomir Kolarov
Foto: alpharesearch.bg