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Umweltminister: Keine akute Wasserknappheit beim Trinkwasser
Donnerstag 21 August 2025 13:30
Donnerstag, 21 August 2025, 13:30
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Von einer kritischen Wasserknappheit im Bereich der Trinkwasserversorgung könne derzeit nicht die Rede sein, erklärte Umwelt- und Wasserminister Manol Genow bei einer außerordentlichen Sitzung des zuständigen Parlamentsausschusses, der einen Beschlussentwurf zur Lösung der landesweiten Probleme diskutierte.
Nach seinen Angaben befänden sich die 52 Stauseen, deren Nutzung vom Ministerium genehmigt wird, trotz des trockenen Frühjahrs, des Sommers und der klimatischen Herausforderungen in einem guten Zustand. „Die höchste Priorität hat die Versorgung mit Trinkwasser, an zweiter Stelle steht die Bewässerung“, betonte Genow.
Derzeit seien die Stauseen zu 65 Prozent gefüllt – mehr als im Vorjahr, aber kein Grund zur Entwarnung, so der Minister weiter. Auch die Energiestauseen befänden sich mit 68 bis 69 Prozent ihres Gesamtvolumens in gutem Zustand.
Bezüglich der anhaltenden Wasserprobleme in Plewen stellte Genow klar, dass diese seit Jahren bestehen. Das Ministerium habe dem Ressort für Regionalentwicklung und Städtebau Informationen über verfügbare Wasserquellen übermittelt, die bei Bedarf für Bohrungen genutzt werden könnten.
Unterdessen veröffentlichte der Akademische Rat der Medizinischen Universität in Plewen eine Erklärung mit einem dringenden Appell angesichts der Lage. Die Sorgen und Spannungen unter den Studierenden aus mehr als 50 Ländern, deren Ausbildung und Alltag unmittelbar von der eingeschränkten Wasserversorgung betroffen sind, nähmen zu, berichtete die BNR-Korrespondentin in Plewen, Latinka Swetosarowa.
Redakteurin: Diana Zankowa
Übersetzt und veröffentlicht von Lyubomir Kolarov
Foto: BTA