Vom 3. bis 11. Oktober fand in Sofia das sechste Internationale Festival des ethnografischen Films „OKO“ statt.
Die Organisatoren Tetjana Stanewa und Sergij Seinalow versammelten Filmschaffende, Forscher und Kinoliebhaber von fünf Kontinenten. In den Wettbewerbs- und Themensektionen wurden über 90 Filme mit Perspektiven aus aller Welt gezeigt. Zahlreiche interessante Diskussionen zwischen Regisseuren, Anthropologen, Wissenschaftlern und Zuschauern zeigten, dass Filme zu den lebendigsten Botschaftern des kulturellen Austauschs zwischen Menschen und Völkern gehören.
Die Auszeichnung des ausländischen Publikums erhielt der Dokumentarfilm „
Der Geist der Maskenspiele“ (Bulgarien/Italien 2025). Drehbuchautorin und Regisseurin ist Rossiza Lasarowa-Sbaralia. Kamera und Schnitt stammen von Raffaele Pedale, die Musik von Iwajlo Madscharow.
Der Dokumentarfilm „Der Geist der Maskenspiele“ entstand im Rahmen des nationalen Programms „Unerzählte Geschichten der Bulgaren“ des Bildungsministeriums. Die Produktion untersucht zoomorphe Masken als Teil der europäischen kulturellen Identität. Der Film stellt zwei herausragende Festivals gegenüber: „Surwa“ in Pernik (Bulgarien) und den Europäischen Karneval der zoomorphen Masken in Isernia (Italien). Obwohl sie tausende Kilometer voneinander entfernt sind, sind sie tief verbunden durch die alte Maskentradition.
Die Teilnahme der Kinder der bulgarischen Sonntagsschule „Abagar“ in Rom, Nettuno und Ladispoli bildet eine zentrale erzählerische Linie des Films. Sie unterstreicht die Verbindung zwischen den Generationen und die Rolle der jüngsten Generationen bei der Bewahrung des europäischen und nationalen Kulturerbes.
Redakteur: Iwo Iwanow
Übersetzt und veröffentlicht von Lyubomir Kolarov
Fotos: Die Organisatoren