Die Nationale Vereinigung der Tabakproduzenten – 2010 (NAT-2010) sprach sich gegen den Vorschlag aus, die öffentliche Unterstützung für den Tabakanbau in der EU einzustellen. In einem Schreiben an das Landwirtschaftsministerium wird auf die Position der größten europäischen Landwirtschaftsorganisation Copa-Cogeca verwiesen, die an die EU-Mitgliedstaaten übermittelt wurde.
Die Tabakproduzenten äußerten Unzufriedenheit darüber, dass auf der Konferenz COP11 des Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakkonsums am 17. November in Genf das vollständige Ende staatlicher Unterstützung für den Tabakanbau in jeglicher Form diskutiert werden soll.
Copa-Cogeca erinnerte daran, dass zwar die Argumente des öffentlichen Gesundheitswesens legitim seien, die Gesundheitsministerien jedoch keine Entscheidungen auf internationalen Foren treffen sollten, die in die Zuständigkeit der Agrarbehörden auf nationaler und europäischer Ebene fallen. Außerdem wurde betont, dass Tabak eine landwirtschaftliche Kulturpflanze ist, die in der EU unter strengen Umwelt- und Arbeitsstandards angebaut wird.
NAT-2010 erklärte, man erwarte eine rasche Reaktion des Ministeriums und der Ständigen Vertretung Bulgariens in Brüssel zum Schutz der Lebensgrundlage der Landwirte, die vom Tabakanbau in spezifischen und schwer zugänglichen Regionen des Landes leben.
Redakteur: Iwo Iwanow
Übersetzt und veröffentlicht von Lyubomir Kolarov
Foto: Radio Schumen