Autor
Zwetana Tontschewa
Freitag 5 Dezember 2025 08:35
Freitag, 5 Dezember 2025, 08:35
Krassimira Stojanowa und Pawel Balew
FOTO BTA
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Ein außergewöhnliches Musikereignis erwartet die Melomanen heute im Konzertsaal „Bulgaria“ in Sofia. Die weltberühmte Bulgarin Krassimira Stojanowa, Kammersängerin der Wiener Staatsoper, präsentiert ihr neues Album mit dem Titel „Mozart -Stojanowa“. Entstanden ist es in Zusammenarbeit mit dem renommierten Dirigenten Pawel Balew und dem Symphonieorchester des Bulgarischen Rundfunks.
Im Gegensatz zu den anderen ihrer Alben ist diese CD eine rein bulgarische Produktion. Maestro Pawel Balewgab auf einer Pressekonferenz bekannt, dass es sich seiner Recherche zufolge um das erste Soloalbum einer bulgarischen Sopranistin handelt, dass ausschließlich Werke von Mozart enthält. Ähnliche CDs haben bislang der Bassist Nikola Gjuselew, der Bariton Pawel Gerschikow und die Mezzosopranistin Alexandrina Miltchewa aufgenommen.
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Krassimira Stojanowa bedankte sich für die Partnerschaft mit dem Bulgarischen Nationalen Rundfunk und vermerkte, dass die Anstalt sehr offen für ein solches Projekt war in einer Zeit, in der die Musikindustrie einen Rückwärtstrend verzeichnet. Damit sei man allen anderen mindestens einen Schritt voraus und das unmittelbar vor dem Mozart-Jahr, freut sich die Operndiva.
Für die Premiere des Albums habe man scheinbar zufällig das Datum 5. Dezember gewählt, dem Todestag von Mozart, entdeckte Maestro Balew. „Doch es gibt keine Zufälle“, glaubt die Sängerin. „Am 5. Dezember werden wir für Mozart singen und musizieren, denn ohne Mozart, so klischeehaft das auch klingen mag, wäre diese Welt nicht dieselbe“, ist Stojanowa überzeugt.
Die CD, die in Zusammenarbeit mit dem Geiger Swetlin Russew, dem Pianisten Ljudmil Angelow und dem Tenor Christimir Damjanow entstanden ist, enthält Konzertarien und Ausschnitte aus Rollenvon Mozarts Werken, in denen Stojanowa glänzt. Sie hat ihre Gesangskarriere mit diesem Komponisten begonnen und schließt mit dem neuen Album einen Kreis - 30 Jahre später wieder mit Mozart. „Alles, was ich wollte, was ich für meine Stimme als geeignet erachtete, habe ich gesungen und ich bin sehr glücklich“, sagt die Sängerin.
Auch Maestro Pawel Balew zeigte sich äußerst zufrieden von der Zusammenarbeit mit dem Rundfunksinfonieorchester.
Krassimira Stojanowa und Pawel Balew
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„Es war wie im Labor, denn die Arbeit an Mozart ist Juwelierkunst“, unterstreicht Pawel Balew, der seine Zufriedenheit nicht verbergen kann, dass er während der Aufnahmen die ganze Zeit mit den gleichen Musikern arbeiten konnte. So war die Möglichkeit gegeben, Schicht für Schicht aufzubauen. Das sei keine Selbstverständlichkeit, denn normalerweise haben die Musiker bei Aufnahmen das Recht, sich abzuwechseln, sagt er. „Bei diesem Projekt blieben alle Musiker bis zum letzten Tag dabei und arbeiteten mit dem Erreichten weiter. Für sie war es ein Fest - für uns auch! Sie werden hören, dass diese Aufnahme einen Klang hat, der uns bis zu einem gewissen Grad an bereits etablierte Standards außerhalb Bulgariens annähert“, freut sich Balew und hofft, dass das Publikum und die Fachwelt die Qualität der Interpretationen zu schätzen wissen: „Wir können diese CD im Ausland präsentieren, weil die Ausdruckskraft von Krassimira Stojanowa bekannt ist. Sie kann jedes Wort mit Farbe füllen und aus jedem Ton ein Erlebnis machen. Wir vom Orchester begleiten sie dabei und ergänzen sie in einem Stil, der so schwer umzusetzen ist wie kaum ein anderer.“
Übersetzung: Georgetta Janewa
Gestaltet von Georgetta Janewa