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Maria Dimowa – MIA D. – „Ginka ist verzaubert worden“

MIA D. sucht die Magie im bulgarischen Folklore-Erbe

Dienstag, 9 Dezember 2025, 14:05

Maria Dimowa – MIA D. – „Ginka ist verzaubert worden“

FOTO Facebook/miadiofficial

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Geboren in Gabrowo und aufgewachsen in Weliko Tarnowo und Trjawna, singt Maria Dimowa – MIA D. seit ihrem vierten Lebensjahr. Ihren Weg begann sie im Ensemble „Bаlgartsche“, später verfeinerte sie ihre Fähigkeiten bei Volksliedsängerinnen wie Manka Biltschewa aus Trjawna und Kalinka Sgurowa in Sofia. Anschließend wurde sie in die Klasse von Etien Lewi und Neli Marinkowa an der Neuen Bulgarischen Universität aufgenommen, um danach als Teil des Chors „Kosmische Stimmen“, heute Chor „Wanja Monewa“, erneut zum bulgarischen Folklore zurückzukehren – dort blieb sie fast sieben Jahre. 

Als jemand, der gern über Grenzen hinausgeht, fühlt sich MIA D. sowohl im Pop – vor allem im R’n’B – als auch im bulgarischen Folklore zuhause, mit dem sie aufgewachsen ist und den sie als den schönsten empfindet. Sie nähert sich ihm wie etwas Rätselhaftem, Mystischem, Unerklärlichem, Magischem – deshalb sieht sie sich selbst eher als Suchende nach Magie. Genau aus diesem Grund führt sie ihre Linie der zeitgemäßen Folklore weiter, diesmal mit dem thrakischen Volkslied Ginka ist verzaubert worden“. Daran arbeitete sie mit Sterion Pilidow, der das Arrangement schrieb; hinzu kam Pejo Peew mit seiner Gadulka, für den Ton zeichnete Dimitar Gantschew verantwortlich. 

MIA D. erzählt die interessante Geschichte des Liedes, die auch im Video – erneut auf alter Filmkamera gedreht – eingeflochten ist: 

FOTO Facebook/miadiofficial

„Ich kenne dieses Lied noch aus dem Ensemble ‚Balgartsche‘, von meiner Lehrerin Galja Iwanowa. Es war Teil einer thrakischen Suite. Mit Sterion Pilidow beschlossen wir, dieses wenig bekannte Lied wiederzubeleben. Ich wollte betonen, dass wir ohne Wurzeln und ohne Fundament nirgends hinkommen. Alles war auf unserer Seite, sogar das Wetter. Und ich spüre es als etwas sehr Besonderes. Es ist schön, über Dinge zu singen, die du herbeiführen kannst – wie Magie.“ 

Übersetzung: Lyubomir Kolarov