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Kein verstärkter Migrationsdruck in Bulgarien, aber die Lage bleibt dynamisch

Donnerstag, 11 Dezember 2025, 12:06

Iwan Iwanow

Iwan Iwanow

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In Bulgarien gibt es derzeit keinen erhöhten Migrationsdruck. Etwa 20 Prozent der Flüchtlingszentren sind ausgelastet, teilte Iwan Iwanow mit, Vorsitzender der Staatlichen Flüchtlingsagentur beim Ministerrat.

Obwohl diese Zahlen positiv sind, dürfe man sich nicht in Sicherheit wiegen, betonte Iwanow. Die Entwicklungen seien sehr dynamisch und schwer vorhersehbar. Die Zahl der Menschen, die in Bulgarien internationalen Schutz beantragen, ist nur schwer vorherzusagen.

Der Menschenschmuggel in der Europäischen Union übersteigt vier Milliarden Euro – eine Summe, die bereits den Drogenhandel erreicht. „Dies ist ein großes Problem, dem wir täglich begegnen und das gelöst werden muss. Deshalb werden wir zwei weitere geschlossene Zentren errichten, die die Flüchtlinge nicht verlassen dürfen, um die Sicherheit der bulgarischen Bevölkerung zu gewährleisten“, erklärte der Chef der Flüchtlingsagentur.

Bulgarien hat bislang über 221.000 Ukrainern vorübergehenden Schutz gewährt, erinnerte Iwanow.

Die Europäische Union hat den Schutzzeitraum um ein weiteres Jahr verlängert. Es bleibt jedoch die Frage, was mit diesen Menschen nach Ablauf der Frist geschieht. Wir hoffen, dass ein großer Teil zurückkehrt, sobald der Krieg beendet ist“, fügte er hinzu.


Redakteur: Diana Zankowa

Übersetzung: Rossiza Radulowa