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Start der neuen Wintersaison

In diesem Winter werden zwischen 2 und 3 Mio. Touristen erwartet

Montag, 15 Dezember 2025, 08:25

Start der neuen Wintersaison

FOTO borovets-bg.com

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Es liegt immer noch kein Schnee in den höheren Lagen der Berge, obwohl die Wintersaison an der Tür klopft. Die bulgarischen Skigebiete schließen trotz des verspäteten Winters ihre letzten Vorbereitungen ab. In Pamporowo wird ein verstärktes Interesse aus Rumänien, Griechenland, der Türkei und traditionell aus Großbritannien prognostiziert. Der genaue Termin für die Eröffnung der Saison im Skigebiet steht aufgrund der noch unzureichenden Schneedecke noch nicht fest. Auf dem Witoscha-Gebirge ist die Lage ähnlich. Die Skisaison beginnt normalerweise Mitte oder Ende Dezember, aber ein offizielles Datum wird erst bei geeigneten Bedingungen bekannt gegeben. Entscheidend sind die Schneelage und die technische Bereitschaft der Anlagen.

Wie sieht es in den anderen Winterkurorten Bulgariens aus?

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Bansko ist erneut der erste Ferienort, der seine Winteraktivitäten als erster am 13. Dezember gestartet hat, wobei auf die niedrigen Temperaturen für die Herstellung von Kunstschnee gesetzt wird. Traditionell fand die Eröffnung auf der Wiese Banderischka statt, wo sich Hunderte von begeisterten Bergsteigern, Skifahrern und Gästen der Stadt versammel haben.

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Borowez im Rilagebirgehat auch den Starttermin für die Eröffnung der Wintersaison bekannt gegeben - 27. Dezember 2025. Das älteste bulgarische Wintersportzentrum feiert in dieser Saison sein 130-jähriges Jubiläum von Tschamkoria bis zum heutigen Borowez, das im Mittelpunkt der Feierlichkeiten steht.

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Maljowiza ist einer der wenigen Orte, an denen es bereits eine natürliche Schneedecke gibt. Das Skizentrum im Rila-Gebirge öffnete offiziell am 14. Dezember mit Skivorführungen und Schneespiele für Kinder.

Die frühen Buchungen für die kommenden Monate lassen einen erfolgreichen Winter 2026 erwarten, allerdings unter der Voraussetzung, dass es eine stabile Schneedecke gibt. Was erwartet werden kann, erklärt Rumen Draganow, Direktor des Instituts für Analysen und Bewertungen im Tourismus.

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Die Tourismusbranche ist gut auf die bevorstehende Wintersaison vorbereitet. Wir erwarten eine sehr starke Saison. Insgesamt werden über 3 Mio. Besucher aus dem Ausland erwartet. Über 2 Mio. von ihnen werden zu touristischen Zwecken anreisen. Die Verhandlungen für die nächste Tourismussaisonlaufen bereits und zeigen das gestiegene Interesse an Bulgarien“, sagte Rumen Draganow. Er gab bekannt, dass die Tourismusbranche das Jahr 2025 mit über 13,5 Mio. ausländischen Besuchern abschließt, gegenüber den 12,5 Mio. im Rekordjahr 2019. Aus dieser Perspektive können wir sagen, dass unsere Zahlen sehr gut sind“, schlussfolgert Draganow.

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Bulgarien gilt weiterhin als eines der günstigsten Reiseländer für Skisport. Eine Studie von Euronews zeigt, dass Touristen in Bansko um ein Vielfaches weniger bezahlen als in einer Reihe von Schweizer Skigebieten. In Borowez kostet eine Tageskarte etwa 52 Euro, und die Frühbucherrabatte im November und Dezember ziehen traditionell zusätzliches Interesse auf sich, berichtet das Medium. Auch The Telegraph lenkte die Aufmerksamkeit der Skifahrer auf Bulgarien, indem es Pamporowo und Bansko an die Spitze seiner Liste der günstigsten europäischen Skigebiete in diesem Winter setzte.

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„Derzeit bleiben die Kosten für die Skikarten auf dem Niveau des Vorjahres, wobei ein Anstieg von drei bis vier Prozent zu erwarten ist. Es besteht jedoch kein Grund zur Sorge, dass es aufgrund unseres Beitritts zur Eurozone zu einem ernsthaften Preisanstieg kommen könnte“, sagt Rumen Draganow. „Für einen dauerhaften Preisanstieg wären höhere Löhne und Renten erforderlich, die sich erst noch dem EU-Durchschnitt annähern müssen. Derzeit sind die Preise in den bulgarischen Ferienorten an den Wettbewerb auf dem Markt angepasst. In den verschiedenen Ländern sind einige Dienstleistungen teurer, andere billiger, und das gilt auch für unsere Ferienorte. Daher wird es an einigen Orten zu Preissteigerungen kommen, an anderen zu Preissenkungen, aber insgesamt ist kein gravierender Preisanstieg zu erwarten", prognostiziert der Tourismusexperte Rumen Draganow.


Übersetzung: Georgetta Janewa