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Bürger im ganzen Land forderten faire Wahlen und Peewski raus aus der Macht

Donnerstag, 18 Dezember 2025, 23:05

Bürger im ganzen Land forderten faire Wahlen und Peewski raus aus der Macht

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Zahlreiche Proteste, organisiert von Wir setzen die Veränderung fort – Demokratisches Bulgarien, füllten die Plätze in Sofia, Warna, Plowdiw, Russe und weiteren Städten.

Die Teilnehmer forderten, dass der Vorsitzende von DPS – Neuanfang, Deljan Peewski, aus der Macht entfernt wird, dass faire Wahlen für eine neue Volksversammlung mit 100 Prozent maschineller Stimmabgabe stattfinden und der amtierende Generalstaatsanwalt Borislaw Sarafow zurücktritt. Die Demonstrationen verliefen ohne Zwischenfälle. Zugleich wurde deutlich, dass die Protestbereitschaft anhält.


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„Ein langer und schwieriger Weg liegt vor uns, um uns den Staat zurückzuholen und die Mafia daraus zu vertreiben. Dieser Weg beginnt mit fairen Wahlen“, erklärte der Vorsitzende von Wir setzen die Veränderung fort, Assen Wassilew, vor den Bürgern im sogenannten Machtdreieck der Hauptstadt. Er dankte den Anwesenden und sagte: „Die Regierung mag zurückgetreten sein, aber wir sind noch nicht fertig mit ihr. Wir werden es erst sein, wenn Wahlen angesetzt werden – also keine Entspannung.“ Der Abgeordnete äußerte zudem die Vermutung, dass „sie durchaus versuchen könnten, sich in diesem Parlament erneut zusammenzusetzen“.


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Assen Wassilew teilte mit, dass nach der Annahme in erster Lesung im parlamentarischen Ausschuss für innere Sicherheit und öffentliche Ordnung, die den Weg für den Entzug des Personenschutzes von GERB-Chef Bojko Borissow und Deljan Peewski ebne, am nächsten Tag Unterschriften für eine außerordentliche Sitzung der Volksversammlung gesammelt würden, damit die Abgeordneten darüber abstimmen könnten. „Wir werden euch den Schutz entziehen, bevor das Parlament auseinandergeht“, kündigte er an.


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Parallel zu den Protesten vor den staatlichen Institutionen begann vor dem Justizpalast eine Kundgebung für die Ablösung des amtierenden Generalstaatsanwalts mit abgelaufenem Mandat. Sie wurde von der Initiative „Gerechtigkeit für alle“ organisiert. Dort wurde erklärt, Borislaw Sarafow diene unverhohlen dem „Neuanfang“. Mit einem Demonstrationszug schlossen sich die Teilnehmer den Protestierenden im Machtdreieck an. Beide Kundgebungen vereinigten sich und endeten mit dem Singen der bulgarischen Nationalhymne.

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Der Protest am Abend brachte auch einen neuen Slogan hervor: „Wenn Peewski fällt, werden wir gemeinsam oben sein und ihn ins Gefängnis bringen.“

Redakteurin: Diana Zankowa 

Übersetzung: Lyubomir Kolarov 

Gestaltet von Lyubomir Kolarov