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Präsident wünschte Frieden, Liebe und Wohlstand in einem „gerechten Bulgarien“

Nach Ansicht von Rumen Radew ist die Euro-Einführung ein strategischer Schritt zu einem umstrittenen Zeitpunkt

Donnerstag, 1 Januar 2026, 00:00

Rumen Radew

Rumen Radew

FOTO president.bg

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In seiner Neujahrsansprache an das bulgarische Volk erklärte Staatspräsident Rumen Radew, das vergangene Jahr sei für die Welt von dramatischen Ereignissen geprägt gewesen.

„Ich bin überzeugt, dass unser Land die Bemühungen um Frieden in der Ukraine eindeutig unterstützen muss. Das Risiko einer Ausweitung des Konflikts ist nicht gebannt, und wir dürfen nicht darauf vertrauen, dass andere unsere Interessen verteidigen, wenn wir selbst dazu nicht in der Lage sind“, sagte der Präsident.

„Die Entscheidung, die einheitliche europäische Währung einzuführen, ist ein strategischer Schritt zu einem umstrittenen Zeitpunkt. Die Einführung des Euro ist der letzte Meilenstein der Integration Bulgariens in die EU – ein Platz, der uns mit den Errungenschaften unserer jahrtausendealten Kultur und dem zivilisatorischen Beitrag unseres Landes zusteht. Ich bin der Überzeugung, dass der Verzicht auf unsere nationale Währung nach einer Befragung des Volkes hätte erfolgen müssen, doch die Regierenden wollten die Bürger nicht hören“, betonte Radew. Er bezeichnete dies als dramatisches Symptom der tiefen Kluft zwischen der politischen Klasse und der Bevölkerung.

Nach seinen Worten hätten die massenhaften Proteste im Land gezeigt, dass sich der erste Haushalt in Euro für die Regierenden als unlösbare Aufgabe erwiesen und die aufgestaute Unzufriedenheit mit dem Regierungsmodell, der Korruption, der Inflation und der Willkür der Macht freigesetzt habe.

„Die Proteste zeigten aber auch, dass junge Bulgaren nicht mehr den Wunsch haben, sich einzeln zu retten, sondern sich fragen, wie sie dem Vaterland helfen können. Auch die Veteranen der Übergangszeit füllten die Plätze – das war das große politische Ereignis des Jahres 2025. Es entstand ein gesellschaftlicher Konsens gegen die Mafia. Die Versuche, ihn durch generationelle Deutungen oder durch das Einschieben anderer Themen zu manipulieren, scheiterten. Die Menschen forderten Demokratie, Gerechtigkeit, faire Wahlen, objektive Medien, eine reale europäische Perspektive und ein würdiges Leben“, erklärte Radew und rief dazu auf, Bulgarien bei den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im Jahr 2026 zu verändern.

„Mögen die kommenden Monate Ihre persönlichen Träume und unseren gemeinsamen Traum von einem friedlichen, freien, wohlhabenden und gerechten Bulgarien erfüllen“, schloss der Präsident seine Ansprache.


Freues Neues Jahr! 


Redakteur: Iwo Iwanow 

Übersetzung: Lyubomir Kolarov