Hunderte Bürger erwiesen der legendären bulgarischen legendären Fußballnationaltrainer Dimitar Penew, der am 3. Januar im Alter von 80 Jahren verstarb, die letzte Ehre.
Vor dem Zentraleingang des Stadions „Bulgarische Armee“ wurde ein Gedenkort eingerichtet, an dem die Anhänger von Penata, wie man ihn nannte, Kerzen entzündeten sowie Blumen und Andenken niederlegten.
Dimitar Penew führte die bulgarische Fußballnationalmannschaft zu den Bronzemedaillen bei der Weltmeisterschaft 1994 in den Vereinigten Staaten. Unter seiner Leitung nahm die Nationalmannschaft zudem erstmals an einer Europameisterschaft teil – 1996 in England. Er wurde zum Trainer Nummer eins des 20. Jahrhunderts in Bulgarien erklärt und mit dem staatlichen Orden „Balkangebirge“ ausgezeichnet.
„Er hatte einen unglaublichen Instinkt im Umgang mit den Spielern. Die Art seiner Kommunikation mit uns war sehr leicht und gab vor allem den Erfahrenen die Möglichkeit, sich zu entfalten. Er verstand es, uns dazu zu bringen, das Beste aus uns herauszuholen. Er ist eine große Persönlichkeit in der Geschichte des bulgarischen Fußballs – nicht nur als Trainer, sondern auch als Fußballer“, sagte gegenüber dem Fernsehsender Nova TV einer der Helden von 1994, Nasko Sirakow.
Die Trauerfeier für Dimitar Penew findet heute ab 10.00 Uhr im Nationalstadion „Wassil Lewski“ statt.
Der Fußballklub ZSKA teilte mit, dass die künftige Nachwuchsakademie des Vereins den Namen des großen Trainers tragen wird.
„Dimitar
Penew wird mit seinen Erfolgen als Fußballspieler von ‚Lokomotiw‘
(Sofia) und ZSKA sowie als Trainer, dank dem Bulgarien seine
prestigeträchtigsten Platzierungen auf Vereinsebene und nationaler
Ebene erzielt hat, für immer in die Geschichte eingehen. Seine
Verdienste um die Entdeckung und Förderung vieler junger Talente,
die den Weg zum großen Fußball eingeschlagen haben, sind enorm“,
postete Präsident Rumen Radew auf seiner Facebook-Seite und sprach
der Familie und den Angehörigen von Dimitar Penew sowie der gesamten
Fußballgemeinschaft sein Beileid aus.
Er betonte, dass der Trainer
mit Geduld und Gespür für die Feinheiten des Fußballspiels, aber
auch für die Charaktere einiger unserer größten Fußballer nicht
nur die beste Platzierung unserer Nationalmannschaft erreicht,
sondern auch das bulgarische Volk geeint hat, als dies dringend nötig
war.
Redakteurin: Diana Zankowa
Übersetzung: Rossiza Radulowa