Landwirte können ohne faire Einkommen und gleiche Standards im Handel mit Drittstaaten nicht wettbewerbsfähig sein.
Das erklärte der geschäftsführende Landwirtschaftsminister Georgi Tachow vor dem EU-Agrarrat in Brüssel, teilte das Ministerium mit.
Tachow betonte, der Verlust an Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirte sei nicht auf ihr eigenes Handeln zurückzuführen, sondern das Ergebnis einer Kombination aus steigenden Kosten, regulatorischem Druck und Ungleichbehandlung gegenüber Importen. „Die Kosten für Energie, Düngemittel, Futtermittel, Arbeit und Dienstleistungen steigen weiter, während die Markterträge unsicher bleiben. Das gefährdet unmittelbar die wirtschaftliche Tragfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe, insbesondere in Ländern wie Bulgarien, wo die Einkommen unter dem EU-Durchschnitt liegen“, unterstrich Tachow.
Als große Herausforderung für den Sektor nannte er auch die Einführung des Mechanismus zur CO₂-Grenzanpassung. In den Jahren 2026 bis 2034 werde die Zahlung von CO₂-Zertifikaten für die Produktion und den Import von Ammoniak und Düngemitteln sowie entsprechende Abgaben auf deren Einfuhr zu weiter steigenden Preisen führen, sagte der Minister. Tachow rief dazu auf, die EU-Politik der finanziellen Unterstützung für die Landwirtschaft beizubehalten und die administrative Belastung für die Landwirte zu verringern.
Redakteur: Iwo Iwanow
Übersetzung: Lyubomir Kolarov