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Montag 12 Januar 2026 09:10
Montag, 12 Januar 2026, 09:10
FOTO Außenministerium
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Am 11. Januar verübte eine unbekannte Person einen Angriff auf die bulgarische Botschaft in Skopje. Das Außenministerium verurteilte diesen Akt gegen das Gebäude der bulgarischen Vertretung in Skopje – ein Symbol der Staatlichkeit und der offiziellen Präsenz Bulgariens in Nordmazedonien – aufs Schärfste.
Dabei handle es sich um einen unzulässigen Übergriff auf den Status der diplomatischen Mission und um einen groben Verstoß gegen die Wiener Konvention über diplomatische Beziehungen. Das Außenministerium äußerte seine tiefe Besorgnis darüber, dass eine derart dreiste Tat das Ergebnis des systematischen Ausbleibens von Reaktionen der zuständigen Institutionen in Skopje auf frühere Übergriffe und Vandalismusakte gegen Objekte sei, die mit Bulgarien und der bulgarischen Gemeinschaft in Verbindung stehen.
Diese institutionelle Passivität, gepaart mit der geduldeten und sogar angeheizten Hassrede gegen Bulgarien und die Bulgaren im Nachbarland, habe ein Umfeld geschaffen, in dem solche kriminellen Handlungen begünstigt und eskaliert würden, hieß es in der Mitteilung des Ministeriums. Zugleich wurde darauf gedrängt, dass die Behörden in Nordmazedonien unverzüglich alle notwendigen Maßnahmen zur Ermittlung des Täters und zu dessen strafrechtlicher Verfolgung ergreifen sowie die Sicherheit der bulgarischen diplomatischen und konsularischen Vertretungen, ihres Personals und ihres Eigentums gewährleisten.
Der bulgarische Botschafter in Skopje, Scheljasko Radukow, erklärte gegenüber dem Bulgarischen Nationalen Fernsehen BNT, dass er sich nach der Ermutigung solcher Übergriffe durch die Machthaber in Nordmazedonien um die Mitglieder der bulgarischen Gemeinschaft in der ehemaligen jugoslawischen Republik sorge, da diese nicht über den diplomatischen Schutz verfügten, den bulgarische Diplomaten genießen.
Redakteur: Iwo Iwanow
Übersetzung: Lyubomir Kolarov
Gestaltet von Lyubomir Kolarov