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Bulgarische Getreideerzeuger protestieren gegen EU-Mercosur-Abkommen

Dienstag, 13 Januar 2026, 10:40

Bulgarische Getreideerzeuger protestieren gegen EU-Mercosur-Abkommen

FOTO bntnews.bg

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Die Landwirtschaft mache im Rahmen des Freihandelsabkommens zwischen der EU und Südamerika lediglich sechs Prozent aus.

Das, wovor sich die Tierzüchter am meisten fürchten – Rindfleisch –, habe einen Anteil von rund 1,2 Prozent. Das erklärte gegenüber dem Bulgarischen Nationalen Rundfunk der Europaabgeordnete Ilija Lasarow, Mitglied des Ausschusses für internationalen Handel, mit Blick auf das Abkommen zwischen der EU und Mercosur, dem südamerikanischen Gemeinsamen Markt, das am 17. Januar offiziell unterzeichnet werden soll.

Als weiteres Argument führte Lasarow an, dass die Ukraine fünf- bis sechsmal mehr Weizen produziere als Südamerika, und ergänzte, die vorgesehenen Ausgleichszahlungen für die europäischen Landwirte seien ausreichend.

„Wir werden uns am gesamteuropäischen Agrarprotest am 20. Januar in Straßburg gegen die Unterzeichnung des Abkommens beteiligen“, erklärte ebenfalls gegenüber dem Bulgarischen Nationalen Rundfunk Ilija Prodanow, Vorsitzender der Nationalen Assoziation der Getreideerzeuger und der Bulgarischen Agrarkammer.

„Wir haben keine Treffen mit dem Wirtschaftsministerium. Niemand hat uns von dort kontaktiert oder die Position Bulgariens mitgeteilt. Wir erhalten keinerlei Rückmeldung. Für die bulgarischen Produzenten geschieht alles im Dunkeln“, erklärte Prodanow.



Redakteur: Iwo Iwanow 

Übersetzung: Lyubomir Kolarov