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Mittwoch 14 Januar 2026 16:25
Mittwoch, 14 Januar 2026, 16:25
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Die Branchenkammer „Obst und Gemüse“ (BKOG) äußerte in einem Schreiben an die Medien ihre ernste Besorgnis über den bevorstehenden Abschluss des Handelsabkommens zwischen der EU und den Mercosur-Staaten.
Die Unterzeichnung wird für den 17. Januar erwartet. Nach Ansicht der Kammer birgt das Abkommen ein reales Risiko erheblicher wirtschaftlicher, sozialer und struktureller Folgen für den Agrarsektor der EU.
Das zentrale Problem sei das Fehlen gleicher Produktionsbedingungen. Landwirte in der EU arbeiteten unter äußerst strengen Vorschriften in Bezug auf Tierschutz, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, Umweltschutz, Arbeitsstandards und weitere Auflagen, die für die Mercosur-Länder nicht gelten. Dies ermögliche dort eine deutlich kostengünstigere Produktion. Dadurch entstehe de facto ein unfairer Wettbewerb, der die europäischen Landwirte in eine äußerst nachteilige Lage bringe.
Durch derartige Handelsabkommen untergrabe die EU ihre eigene Landwirtschaft, indem sie europäische Erzeuger dem Druck billiger Importe aussetze, die unter nicht vergleichbaren Bedingungen hergestellt würden. Die Förderung junger Menschen für eine Tätigkeit in der Landwirtschaft könne nicht mit politischen Entscheidungen einhergehen, die diesen Berufsweg wirtschaftlich untragfähig machten, betonen die Vertreter der Kammer.
Redakteurin: Miglena Iwanowa
Übersetzung: Lyubomir Kolarov
Gestaltet von Lyubomir Kolarov