Die Nachricht vom Rücktritt des bulgarischen Präsidenten Rumen Radew am 19. Januar 2026 hat ein breites Echo in den großen internationalen Medien ausgelöst.
Associated Press bezeichnete den Rücktritt als einen „beispiellosen Akt“ in der postkommunistischen Geschichte Bulgariens und hob hervor, dass Radews Entscheidung in einer Phase einer „tiefen und anhaltenden politischen Krise“ sowie vor dem Hintergrund massiver Antikorruptionsproteste erfolgte.
Reuters kommentierte, dass das Präsidentenamt in Bulgarien zwar überwiegend zeremonieller Natur sei, Radew jedoch in den vergangenen Jahren durch die Ernennung zahlreicher Übergangsregierungen ein hohes politisches Profil habe aufbauen können.
Nach Einschätzung der Zeitung The Washington Post stellt Radews Rücktritt einen „kühnen politischen Wagnis“ dar; er versuche, das institutionelle Vakuum zu nutzen und „enttäuschte Wähler“ zu vereinen.
Bloomberg richtet den Fokus auf die institutionelle Stabilität und hebt hervor, dass Ilijana Jotowa zur ersten Präsidentin Bulgariens werde und den Prozess der Ernennung eines neuen geschäftsführenden Premierministers nach den neuen verfassungsrechtlichen Regeln steuern müsse.
Redakteur: Iwo Iwanow
Übersetzung: Lyubomir Kolarov