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BGBizHub will bulgarisch-deutsche Geschäftsbeziehungen ankurbeln
Mittwoch 4 Februar 2026 11:10
Mittwoch, 4 Februar 2026, 11:10
FOTO Bulgarische Botschaft in Berlin
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„Es ist einfacher, von einem Verband vertreten zu werden, als als Einzelakteur aufzutreten“, ist Rossiza Iwanowa, Leiterin der Abteilung für Handels- und Wirtschaftsfragen der bulgarischen Botschaft in Berlin, überzeugt. Dort findet am 19. Februar um 18:00 Uhr mit Unterstützung des bulgarischen Botschafters in der Bundesrepublik Deutschland, Grigor Poroschanow, das zweite Treffen des im November vergangenen Jahres gegründeten bulgarischen Business-Clubs BGBizHub statt. Es sollen weitere bulgarische Unternehmer in den Verein aufgenommen werden, sowie die weiteren Schritte für die Entwicklung der bulgarisch-deutschen Geschäftsbeziehungen in Berlin und Umland festgelegt werden.
Grigor Poroschanow und Rossiza Iwanowa
FOTO persönliches Archiv
„Der Bulgarische Business Club – BGBizHub ist keine juristische Person, sondern eine offene Plattform für Kommunikation, Zusammenarbeit und Entwicklung auf freiwilliger Basis und in Abstimmung mit der bulgarischen Botschaft in Berlin“, erklärt Rossiza Iwanowa und fügt hinzu, dass beschlossen wurde, jedes Treffen einem bestimmten Thema zu widmen. Dieses Mal sollen die Neuheiten im Steuerrecht und die Aussichten für bulgarische Unternehmen in Deutschland diskutiert werden. Dazu will Nevena Grundmann, Mitbegründerin von BGBizHub und Inhaberin einer Buchhaltungsfirma einen Vortrag halten.
FOTO Facebook/ Nevena Grundmann
Der Verein habe bereits ein Logo, eine Seite auf LinkedIn, eine Domain und eine E-Mail-Adresse. Großunternehmen seien nicht vertreten, sagt Iwanowa und erklärt, dass der Club seine Aktivitäten auf bulgarische Firmen in Berlin und in einem Umkreis von ca. 200 km um die deutsche Hauptstadt konzentrieren wolle, damit die Mitglieder problemlos an Treffen und Seminaren teilnehmen können. Die Gemeinschaft sei noch klein, doch man erwartet ein steigendes Interesse. So haben auch ehemalige Mitarbeiter der Deutsch-bulgarischen Handelskammer, die private Unternehmen leiten und mit Partnern aus Bulgarien arbeiten, den Wunsch geäußert, dem Club beizutreten.
Rossiza Iwanowa
FOTO persönliches Archiv
Ziel des Vereins sei es, Kontakte zu staatlichen Strukturen, aber auch zu informellen Machtstrukturen in beiden Ländern herzustellen wie Verbänden, Handwerkskammern und regionalen Wirtschaftskreisen, fährt Rossiza Iwanowa fort und fügt hinzu, dass „diese in Deutschland sehr anerkannt sind und zu echten Partnerschaften, Informationsaustausch und der Möglichkeit führen, Geschäftliches mit Sozialem zu verbinden“.
FOTO Facebook /Suzan Yumerova
Ihren Worten zufolge seien viele bulgarische Unternehmer in Berlin im Bauwesen, Beratungsdienstleistungen und Kundenservice vertreten. Es gebe zahlreiche Freiberufler, Gastronomen und Lebensmittelhändler, aber auch Vertreter der Kunst. Suzan Yumerova sei eine äußerst einflussreiche Vertreterin der Berlinale. Sie bemühe sich um bulgarisch-deutsche Koproduktionen und arbeite mit dem Nationalen Filmzentrum in Bulgarien gut zusammen. Urbane Kunst sei sehr angesagt. Bulgarische Künstler, die in Deutschland leben, haben zusammen mit einer Firma aus der bulgarischen Stadt Isperich ein Wandbild an einem Wohnhaus im Zentrum Berlins gestaltet. Momentan werde mit dem bulgarischen Kulturzentrum in Berlin verhandelt, eine Ausstellung zu organisieren, erfahren wir von der Leiterin der Abteilung für Handels- und Wirtschaftsfragen der bulgarischen Botschaft in Berlin.
BGBizHubhilft auch dem studentischen Verein Haschowe in Berlin.
Der Verein habe sich zwei mittelfristige Ziele gesetzt.„Wir wollen einen Newsletter mit Wirtschaftsinformationen und bevorstehenden Initiativen herausgeben und ein Register aller Mitgliedsunternehmen zusammenstellen, die nach Branchen gruppiert sind. Im Laufe des Jahres sollen drei Treffen veranstaltet werden und den Mitgliedern Kontakte für Veranstaltungen und Foren vermittelt werden, da es einfacher ist, von einem Verband vertreten zu werden, als als Einzelakteur aufzutreten“, sagte abschließend Rossiza Iwanowa, Leiterin der Abteilung für Handels- und Wirtschaftsfragen der bulgarischen Botschaft in Berlin.
FOTO bulgar.berlin
Übersetzt und veröffentlicht von Georgetta Janewa
Gestaltet von Georgetta Janewa