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Elizabeth Radkova
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Samstag 7 März 2026 14:45
Samstag, 7 März 2026, 14:45
FOTO Pixabay
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Bulgarien, fern wie eine Fata Morgana, erwies sich als Lieblingsland für einen Menschen, der unser Land nie betreten hat. Seit fast 50 Jahren verfolgt Herr Jayanta Chakrabarty alles, was in Bulgarien geschieht, und kennt vermutlich mehr über dessen Geschichte und Geografie als mancher unserer Landsleute.
Er war es, der sich an Radio Bulgarien wandte, um von einer interessanten Initiative des Präsidenten des indischen Radioklubs „Pariwar Bandu“ zu berichten.
„Als regelmäßiger Hörer des Bulgarischen Nationalen Rundfunks – Radio Bulgarien freue ich mich, Ihnen mitzuteilen, dass einer meiner Landsleute, Herr Anand Mohan Bain, Vorsitzender des Radioklubs Pariwar Bandhu SW, sein erstes Quiz zum Thema ‚Bulgarischer Nationaler Rundfunk‘ für mehr als 300 Mitglieder veranstaltete. Der Wettbewerb stieß auf großes Interesse“, schrieb Herr Chakrabarty in einer E-Mail an unsere Redaktion. „101 Mitglieder aus verschiedenen Nachbarländern beteiligten sich, 87 gaben richtige Antworten.“
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Die Fragen des Quiz waren alles andere als leicht: „Wie viele Jahre seit dem Tod des Apostels der Freiheit Wassil Lewski beging Bulgarien mit verschiedenen Veranstaltungen im ganzen Land?“ oder „Bei welcher offiziellen Zeremonie wurde der Flughafen Sofia umbenannt in …“
„Jeden Monat organisiert unser Klub Quizze zu verschiedenen internationalen Radiosendern“, erklärte Herr Bain gegenüber Radio Bulgarien. „Diesmal entschieden wir uns für den Bulgarischen Nationalen Rundfunk. Ich besuche Ihre Website jede Woche und stieß vor Kurzem auf einen hervorragenden Artikel über Ihren Freiheitskämpfer Wassil Lewski. Das inspirierte uns, unseren Mitgliedern mehrere Fragen zu stellen.
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Derzeit führen wir unser zweites Quiz durch, das dem BNR gewidmet ist. Um teilzunehmen, müssen die Menschen lediglich angeben, ob die Aussagen richtig oder falsch sind, indem sie einen Kommentar auf unserer Facebook-Seite hinterlassen“, ergänzte der Vorsitzende des Klubs „Pariwar Bandu“.
Der Klub „Pariwar Bandu SWL“ zählt derzeit 334 Mitglieder aus verschiedenen Ländern, darunter Bangladesch, Nepal, Frankreich, die Philippinen, die Niederlande, Japan und die USA. Er wurde am 15. August 1990 gegründet, erläuterte Herr Bain und fügte hinzu:
„Zuvor gaben wir eine Zeitung mit dem Titel Sanchar Barta heraus. Sie erscheint noch immer, allerdings nicht mehr regelmäßig, da ich inzwischen im Ruhestand bin. Ich arbeitete 35 Jahre lang bei einer Nationalbank, doch nun widme ich meine gesamte Aufmerksamkeit dem DXing (im Amateurfunk der Empfang von Radiosendungen und die Herstellung von Funkverbindungen mit weit entfernten Sendern – Anm. d. Red.). Mein Ziel ist es, jeden Tag mehr Menschen mit dem Radio zu verbinden.“
Anand Mohan Bain
FOTO Privatarchiv
Wir fragten Herrn Anand Bain, ob es in den indischen Medien Informationen über Bulgarien gebe. Er antwortete:
„Ich lese täglich drei Zeitungen – zwei auf Hindi und eine auf Englisch –, doch sie enthalten nur sehr wenige Nachrichten über Bulgarien. Ihre Website hingegen ist eine wahre Enzyklopädie. Es gibt dort so viele Informationen! Immer wenn ich mit Klubmitgliedern spreche, empfehle ich ihnen, die Website des Bulgarischen Nationalen Rundfunks zu besuchen – dort findet man alles. Auch Ihr Podcast ist ausgezeichnet, der Ton ist stark und klar, was sehr wichtig ist.
Manche Radiosender haben gute Programme, doch ihre englische Aussprache ist schwer verständlich. Meine Muttersprache ist Bengalisch, und ich spreche noch drei weitere Sprachen, aber eine klare Aussprache ist entscheidend. Ihre Moderatoren leisten in dieser Hinsicht fantastische Arbeit.“
Einer der treuesten Hörer der englischsprachigen Programme von Radio Bulgarien ist Herr Jayanta Chakrabarty aus Neu-Delhi.
Jayanta Chakrabarty
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„Schon seit meiner Kindheit interessiere ich mich für die Kulturen verschiedener Länder“, sagte er. „Besonders Bulgarien faszinierte mich, weil es selbst während des kommunistischen Regimes weiter entwickelt war als viele andere Länder des Ostblocks. Es verfügte über einen starken Industriesektor und ein reiches kulturelles Erbe, das mich begeisterte. Diese Neugier begann in meinen Schuljahren und wuchs mit der Zeit immer weiter.“
Er bedauert, dass er bislang keine Gelegenheit hatte, Bulgarien zu besuchen, hofft jedoch, dass sich dies eines Tages ändern wird. Über das Quiz zu unserem Land freut er sich besonders, denn:
„Durch dieses interessante und spannende Quiz wird Bulgarien hervorgehoben – ein altes Land mit reicher Kultur. Viele Hörer, nicht nur aus Indien, sondern auch aus benachbarten und entfernten Ländern, werden viel über Bulgarien erfahren. Das freut mich, denn ich interessiere mich seit mehr als 50 Jahren für die bulgarische Kultur und Geschichte. Ich bin jetzt Mitte sechzig und höre Radio Sofia seit 1971. Für mich ist es ein Privileg, dass Sie die Sendung ‚Bulgarien heute‘ wieder aufgenommen haben – ich verpasse keine Folge!“
FOTO BNR
Es ist deutlich, dass Herr Chakrabarty nicht nur das Geschehen in Bulgarien, sondern auch im Bulgarischen Nationalen Rundfunk aufmerksam verfolgt. Er merkte sogar an:
„Ich schätze Ihren Generaldirektor Milen Mitew – er ist ein Visionär, der die Programme des BNR deutlich verbessert hat, worüber wir uns hier in Indien sehr freuen. Ich bin ihm aufrichtig dankbar.
Außerdem möchte ich Bulgarien für seinen Beitrag zur indischen Mondmission ‚Chandrayaan-1‘* danken. Bulgarische Wissenschaftler stellten sehr präzise und wichtige Instrumente für die Raumsonde bereit, wofür wir ihnen sehr dankbar sind.“
Chandrayaan-1
FOTO INDIANEXPRESS.COM
Die einzige Empfehlung unseres treuen Hörers und Lesers lautet, auf der Website mehr über den einfachen Menschen zu berichten:
„Ich bin überzeugt, dass es in Bulgarien viele talentierte und außergewöhnliche Persönlichkeiten gibt, die einen bedeutenden Beitrag zur Welt leisten. Ich würde mir wünschen, dass Radio Bulgarien nicht nur bekannte Persönlichkeiten, sondern auch gewöhnliche Menschen in den Mittelpunkt stellt – Arbeiter, Landwirte und einfache Bürger. Es wäre interessant, mehr über ihr Leben, ihren Lebensstandard und darüber zu erfahren, wie sie die Demokratie nach 1991 erleben.“
*(Das Institut für Weltraumforschung und Technologien der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften entwickelte und stellte das Experiment zur Überwachung der Strahlendosis RADOM-7 zur Verfügung – eines der wissenschaftlichen Instrumente an Bord von „Chandrayaan-1“ – Anm. d. Red.)
Übersetzung und Redaktion: Lyubomir Kolarov
Gestaltet von Lyubomir Kolarov