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Anwerbung von Arbeitskräften aus Nicht-EU-Staaten drückt die Löhne in Bulgarien

Montag, 9 Februar 2026, 12:34

Ljuboslaw Kostow

Ljuboslaw Kostow

FOTO BGNES

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Die erste Aufgabe der neuen Exekutive werde der Haushalt für 2026 sein, die zweite der Haushalt für 2027, da sehr wahrscheinlich beide gleichzeitig erarbeitet werden müssten.

Das erklärte Ljuboslaw Kostow, Chefökonom der Gewerkschaft KNSB, in einem Interview für BGNES. Er wies darauf hin, dass eines der Hauptprobleme Bulgariens der geringe Anteil der Investitionen am Wachstum des Bruttoinlandsprodukts sei. Vor 20 Jahren habe dieser bei 18 Prozent gelegen, vor zehn Jahren bei rund 10 Prozent, aktuell bei weniger als 5 Prozent.
„Rund 2,5 Milliarden Euro fließen aus der Körperschaftsteuer in den Staatshaushalt. Wenn diese Steuer 10 Prozent beträgt, bedeutet das, dass die bulgarische Wirtschaft jährlich Gewinne von 25 Milliarden Euro erzielt. Davon wird weniger als ein Zwanzigstel investiert“, sagte Kostow.

Wenn Unternehmen begännen, gering qualifizierte Arbeitskräfte aus Pakistan und Indien anzuwerben, die den Bulgaren in allen Punkten unterlegen seien – mit Ausnahme der Löhne, die sie in Höhe von 200 bis 300 Dollar akzeptierten und dafür in Wohnheimen lebten –, dann sei dies eines der langfristigen Probleme, die den Preis der Arbeit in Bulgarien künstlich senkten, betonte der Gewerkschafter weiter.


Redakteur: Iwo Iwanow 

Übersetzung: Lyubomir Kolarov 

Gestaltet von Lyubomir Kolarov