Autor
Gergana Mantschewa
Artikel
Sonntag 15 Februar 2026 13:14
Sonntag, 15 Februar 2026, 13:14
FOTO Bulgarische Sonntagsschule „Hll. Kyrill und Method“ in Athen
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Teodora Bjalkowa besuchte im Schuljahr 2022/23 die bulgarische Sonntagsschule „Hll. Kyrill und Method“ in Athen. Damals gründete sie die Tanzgruppe „Ludi-Mladi“ für aktuelle und ehemalige Schüler. Seitdem hat die Gruppe an vielen verschiedenen Festivals in der griechischen Hauptstadt und im ganzen Land teilgenommen. Überall in Griechenland wird die Gruppe mit viel Applaus empfangen, weil die Schüler auf der Bühne mit Leib und Seele dabei sind. Der Gruppe gehören sowohl aktuelle als auch ehemalige Schüler der von Mimi Nitschewa geleiteten Schule an. Die Tänzer sind zwischen 13 und über 20 Jahre alt.
FOTO Bulgarische Sonntagsschule „Hll. Kyrill und Method“ in Athen
Teodora Bjalkowa selbst hat keine Tanz- und Choreografieschule absolviert, aber ihre Liebe zu den bulgarischen Volkstänzen entstand bereits in ihren frühesten Jahren. Bis heute ist dieses Interesse ungebrochen und sie besucht weiterhin zahlreiche Seminare und Schulungen, um ihr Wissen zu erweitern und es an ihre Schüler in der bulgarischen Tanzgruppe in Athen weiterzugeben.
Jeder Tanz wird Schritt für Schritt in Bewegung aufgebaut, wie Teodora Bjalkowa sagt, und dabei helfen auch die Eltern und andere Lehrer, die den Kindern trotz des vollen Lehrplans zur Seite stehen, sagte die Leiterin der Formation „Ludi-Mladi“.
FOTO Bulgarische Sonntagsschule „Hll. Kyrill und Method“ in Athen
„In jeder freien Minute, vor allem samstags und sonntags, wenn die Proben stattfinden, kommen die Kinder in die Schule und lernen Tänze für neue Auftritte. Bulgarische Folklore wird als Schulfach sechs Stunden pro Woche unterrichtet, aber die Kinder sind die ganze Woche über sehr engagiert. Unsere Tänze stammen aus allen Folkloreregionen Bulgariens, wir stellen auch neue Choreografien zusammen und wechseln für die Konzerte zwischen Tänzen aus verschiedenen Regionen unseres Landes. Bisher gibt es bei uns noch keine Kinder, die nach der Schule den Weg des professionellen Tanzes eingeschlagen haben, aber ich hoffe, dass es solche geben wird, die zurückkommen und in Bulgarien studieren werden, denn in Griechenland gibt es keine solchen spezialisierten Schulen für Choreografie.“
FOTO Bulgarische Sonntagsschule „Hll. Kyrill und Method“ in Athen
„Ansonsten ist meine Ankunft in Athen kein Zufall – es hat sich einfach so ergeben, dass meine Mutter weggegangen ist und ich ihr dann gefolgt bin. Ich bin nach Athen gekommen, habe mich hier niedergelassen und lebe nun schon seit 13 Jahren hier. Aber die Arbeit mit der Folkloregruppe ist nicht meine Hauptbeschäftigung, jeder von uns in der Sonntagsschule hat andere berufliche Tätigkeiten, und die Arbeit mit den bulgarischen Kindern ist so etwas wie eine zusätzliche Tätigkeit – wir sind Missionare in Bezug auf die Bildung. Genau dafür opfern wir unsere freien Samstage und Sonntage, aber wir kommen alle mit großer Begeisterung zur Schule, um unser Wissen an die Kinder weiterzugeben“, erzählte noch Teodora Bjalkowa.
FOTO Bulgarische Sonntagsschule „Hll. Kyrill und Method“ in Athen
„Wir wollen unsere Traditionen aus Bulgarien nicht verlieren, deshalb haben wir diese Gruppe gegründet, Schüler und Lehrer dieser bulgarischen Schule in Athen. Wir besuchen viele Festivals und nehmen an vielen Veranstaltungen teil. Nach Bulgarien kehre ich wegen meiner Verpflichtungen in der Schule nicht oft zurück“, erzählte uns die 16-jährige Raja Tschukanowa und sagte noch: „Das gefällt mir natürlich nicht, weil meine Verwandten dort sind. Die Schule hilft mir, meine Wurzeln nicht zu vergessen. Ich möchte eines Tages gerne für längere Zeit nach Bulgarien zurückkehren, aber zuerst möchte ich hier meine Ausbildung abschließen. Aber niemand weiß, was die Zukunft bringt.“
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Übersetzung: Antonia Iliewa
Redaktion: Rossiza Radulowa