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Energieminister drängt auf Neuverhandlung zwischen Bulgargas und Botas

Montag, 23 Februar 2026, 10:59

Trajtscho Trajkow

Trajtscho Trajkow

FOTO Maria Filewa

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„Bulgargas“ befinde sich faktisch im Insolvenzverfahren, erklärte der geschäftsführende Energieminister Trajtscho Trajkow gegenüber dem Bulgarischer Nationaler Rundfunk.

Als Gründe nannte er die ungünstige Marktlage, den Verlust erheblicher Marktanteile sowie belastende vertragliche Verpflichtungen.

Der einzige Grund, weshalb das Unternehmen weder umstrukturiert noch geschlossen worden sei, liege darin, dass es Vertragspartei eines für Bulgarien äußerst vorteilhaften Abkommens über den Import von aserbaidschanischem Gas sei.

Bulgarien leiste derzeit keine Zahlungen im Rahmen des Vertrags mit der türkischen staatlichen Gasgesellschaft BOTAŞ, bestätigte Trajkow. Er erklärte, es gebe Überlegungen, das Abkommen so zu ändern, dass es finanziell neutral oder sogar rentabel werde. Zudem stünden Gespräche mit der Türkei bevor – vor dem Hintergrund der vollständigen Einstellung der russischen Gasimporte in die Europäische Union ab 2027. Dies werde neue Chancen für Bulgarien in der Region eröffnen, so der Minister.


Redakteur: Iwo Iwanow 

Übersetzung: Lyubomir Kolarov