Der vom Amt des Präsidenten zurückgetretene Rumen Radew veröffentlichte auf Facebook ein Interview mit der Berliner Zeitung, in dem er seine politischen Positionen darlegte.
Radew erklärte, der Euro hätte erst nach einem Referendum eingeführt werden dürfen, und kritisierte die letzte reguläre Regierung, sie habe den Anstieg der Preise sowie die „Anwendung finanzieller Puffer zum Schutz der verletzlichsten Gruppen der Gesellschaft“ nicht bewältigt.
Er führte aus, er trete als „Antwort auf den Ruf der bulgarischen Bürger und ihre Erwartungen an, Bulgarien in einen demokratischen, modernen und freien europäischen Staat zu verwandeln“ in die Politik ein.
Radew wiederholte, die Beendigung des Krieges in der Ukraine erfordere mehr Diplomatie und Verhandlungen mit Russland. Es sei verfrüht, über eine Integration der Ukraine in die Europäische Union zu sprechen. Der ehemalige Präsident kritisierte die Unterstützung Sofias für den Friedensrat von Donald Trump, plädierte jedoch dafür, die „strategischen Beziehungen zu den USA weiter zu festigen, da sie weiterhin die Sicherheit Europas garantieren“.
Im Interview wurde zudem die Bedeutung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Bulgarien und Deutschland hervorgehoben. Der bilaterale Warenhandel habe sich 2025 auf über 12 Milliarden Euro belaufen.
Redakteur: Iwo Iwanow
Übersetzung: Lyubomir Kolarov