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Junge Menschen zeigen geringes politisches Interesse

Freitag, 27 Februar 2026, 09:52

Junge Menschen zeigen geringes politisches Interesse

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Junge Menschen in Bulgarien haben das Gefühl, in Unsicherheit zu leben.

Ihre größten Sorgen gelten einem mangelhaften Gesundheitssystem sowie der Gefahr eines möglichen militärischen Konflikts. Mädchen sind dabei besorgter als Jungen, erklärte Dr. Lea Wajsowa, Soziologin an der Universität Sofia, bei der Vorstellung einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung und IPSOS. Die Untersuchung wurde 2024 in zwölf Ländern Südosteuropas durchgeführt.

Mädchen fürchten häufiger, Opfer häuslicher Gewalt zu werden oder im öffentlichen Raum angegriffen zu werden. An erster Stelle wünschen sich junge Menschen, eine Familie zu gründen und Kinder zu bekommen. Der Unterschied besteht darin, dass Mädchen erwarten, zuvor ein Hochschulstudium abzuschließen, sagte Wajsowa weiter.

Dr. Lea Wajsowa

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Bei den Werten stehen für junge Menschen Menschenrechte, Sicherheit und wirtschaftlicher Wohlstand an erster Stelle. Jungen sprechen sich deutlich stärker für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit aus, würden jedoch unter bestimmten Bedingungen einen starken Führer unterstützen und einige Bürgerrechte zugunsten eines höheren Lebensstandards einschränken.

Die Studie verzeichnet insgesamt ein geringes Interesse junger Menschen an Politik. Die Mehrheit der Mädchen fühlt sich in der Politik nicht vertreten.


Redakteur: Iwo Iwanow 

Übersetzung: Lyubomir Kolarov