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Nach Sicherheitsrat beim Ministerrat: Keine direkte Bedrohung für Bulgarien

Donnerstag, 5 März 2026, 17:34

Nach Sicherheitsrat beim Ministerrat: Keine direkte Bedrohung für Bulgarien

FOTO BNT

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„Es gibt keine direkte Bedrohung für Bulgarien, allenfalls potenzielle asymmetrische Risiken.“ Das erklärte die Vorsitzende der Parlamentsfraktion von „BSP – Vereinigte Linke“, Natalia Kisselowa, nach der Sitzung des Sicherheitsrats beim Ministerrat zur Lage im Nahen Osten vor Journalisten.

„Asymmetrisch bedeutet, dass ansonsten übliche Aktivitäten genutzt werden, um die Funktionsfähigkeit verschiedener ziviler oder staatlicher Infrastrukturen zu stören. Wir sprechen hier jedoch von potenziellen Risiken und nicht von einer konkreten realen Bedrohung“, präzisierte die frühere Parlamentspräsidentin.

Nach Ansicht von Iwajlo Mirtschew, Ko-Vorsitzender von „Ja, Bulgarien“ und Abgeordneter von „Wir setzen die Veränderung fort – Demokratisches Bulgarien“, müsse die Regierung Maßnahmen im Hinblick auf mögliche Migrationswellen ergreifen. Bislang gebe es jedoch keine Anzeichen für entsprechende Entwicklungen.

Angesichts steigender Ölpreise müsse der Staat zudem über konkrete wirtschaftliche Maßnahmen nachdenken. „Wir sollten auf solche Schritte vorbereitet sein, auch wenn wir nicht wissen, wie lange der Konflikt andauern wird“, fügte der Abgeordnete hinzu.

Natalia Kisselowa, Ivajlo Mirtschew und Toschko Jordanow nach dem Sicherheitsrat zum Ministerrat

FOTO BTA, Fotokollage: Radio Bulgarien

„Wir haben gesprochen und Informationen angefordert. Sie wissen, dass es sensible Informationen gibt, die ich nicht offenlegen kann. Aber die Übergangsregierung ist gegenüber den bulgarischen Bürgern nicht ehrlich, ebenso wenig wie gegenüber dem Parlament“, kommentierte der Vorsitzende der Parlamentsfraktion von „Es gibt ein solches Volk“, Toschko Jordanow.

Der Abgeordnete äußerte zudem Besorgnis über die Präsenz amerikanischer Flugzeuge am Flughafen Sofia. Es gebe Risiken für Bulgarien im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten, betonte er und äußerte die Hoffnung, dass diese sich ausschließlich auf den wirtschaftlichen Bereich beschränken werden.


Redakteurin: Diana Zankowa 

Übersetzung: Lyubomir Kolarov