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Sofia fordert klare Garantien für die Rechte der Bulgaren in Nordmazedonien

Montag, 6 April 2026, 11:18

Stellvertretender Außenminister Marin Rajkow

Stellvertretender Außenminister Marin Rajkow

FOTO BNT

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Das Fehlen realer Garantien für die bulgarische Gemeinschaft ist ein zentrales Problem in den Beziehungen zu Skopje sowie im EU-Integrationsprozess Nordmazedoniens. Das erklärte der stellvertretende Außenminister Marin Rajkow vor dem Bulgarischen Nationalen Fernsehen BNT.

Er betonte, dass eine Änderung der Verfassung Nordmazedoniens eine grundlegende Voraussetzung für Fortschritte in den Verhandlungen mit der EU sei.

Nach Ansicht von Rajkow seien bestimmte Kreise in Skopje eher darauf eingestellt, den Bürgern Nordmazedoniens weitere Zeit zu verlieren. In Bezug auf den von Skopje vorgeschlagenen Aktionsplan für die Rechte der Gemeinschaften erklärte der Diplomat, Vertreter der bulgarischen Gemeinschaft hätten diesen bereits abgelehnt, da er keinen wirksamen Schutz vor Rechtsverletzungen biete.

Mehr als 210.000 Menschen aus Nordmazedonien hätten ihre bulgarische Herkunft durch Dokumente nachgewiesen, sagte der stellvertretende Minister weiter. Dies unterstreiche die Notwendigkeit klarer Garantien für die Rechte der bulgarischen Gemeinschaft im Land.


Redakteur: Iwo Iwanow 

Übersetzung: Lyubomir Kolarov