Osterbegegnung mit Orlin Goranow – Star der Popmusik und Oper

„Die Auferstehung Christi beweist, dass die Kraft des Geistes absolut alles überwinden kann, sogar den Tod“, teilte der von Generationen geliebte bulgarische Sänger mit

Sonntag, 12 April 2026, 14:15

Orlin Goranow

Orlin Goranow

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Am hellen Montag ist Orlin Goranow, einer unserer erfolgreichsten und beliebtesten Künstler, zu Gast beim Radio Bulgarien. Er ist der einzige bulgarische Sänger, der sowohl in der Popmusik als auch in der Oper als Star anerkannt ist. Goranow schloss sein Studium an der Fakultät für Gesang der Musikakademie ab und ist seit 1989 Solist der Oper Plowdiw. Er gab Konzerte in Russland, Deutschland, Österreich, Belgien, Ungarn, Tschechien, Italien, Spanien, Korea, Laos und Vietnam. Seit 1994 hat er regelmäßige Engagements in Berlin, wo er Haupttenorpartien in Opern von Verdi und Puccini singt. 

Im vergangenen Vierteljahrhundert tritt Orlin Goranow aktiv auf und arbeitet gleichzeitig weiterhin im Tonstudio. Außerhalb Bulgariens gastiert er am häufigsten in den USA, wo seine einzige Tochter seit Jahren lebt. Seine letzte Tournee dort fand Anfang März mit Konzerten in Atlanta, Seattle, San Francisco, Las Vegas, Raleigh (North Carolina), Chicago und Naples (Florida) statt. 

Der große bulgarische Künstler gratuliert allen orthodoxen Bulgaren – in Bulgarien und weltweit – zur Auferstehung Christi. Für ihn ist das Fest ein Symbol: 

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„Die Auferstehung fällt genau in den Frühling – die Jahreszeit des Erwachens, wie ich sie nenne. Nach dem Winterschlaf erwachen die Welt und die Natur wieder zum Leben. Alles wird heller, die Vögel beginnen lauter zu singen, und wir bereiten uns auf ein neues Jahr voller Hoffnungen und Träume vor. In der Orthodoxie ist dies das wichtigste Fest – die Auferstehung Christi –, denn es beweist erneut, dass die Kraft des Geistes absolut alles überwinden kann, selbst den Tod. Wenn wir also an den Weg glauben, den wir gehen, und uns an die Zehn Gebote halten, wird alles wunderbar sein.“ 

In den letzten Jahren hatten neue Lieder von Orlin Goranow ihre Premiere immer an einem anderen großen christlichen Fest – Mariä Verkündigung. Am 25. März 2026 erschien im Rahmen des Projekts „Singende Künstler“ das Stück „Nur im Traum“. 

Ob unser Gast den Schutz der Gottesmutter oder einer anderen Kraft spürt? „Ich war immer dankbar der Gottesmutter für das, was sie mir gegeben hat – für das Talent, das ich mit all meinen Freunden, Kollegen, Fans und dem Publikum teilen darf… Das ist kein persönliches Geschenk, sondern ein göttliches Geschenk… Deshalb danke ich jeden Tag für die Chance, die mir in diesem Leben gegeben wurde“, sagte Goranow.  

„Nur im Traum“ wurde vor etwa zwei Jahrzehnten nach Gedichten der verstorbenen Schiwa Kjuldschiewa (eine talentierte bulgarische Dichterin, die Texte für über 1.500 Lieder verfasste) geschrieben. Vor Orlin Goranow wurde das Lied nicht aufgeführt: „In jenen Jahren, als es eine Auswahlkommission im Radio gab, wurde es nicht genehmigt. Igor Markowski und ich fanden es buchstäblich in einem Papierkorb mit abgelehnten Werken. Sowohl Text als auch die Musik von Wladi Zanew beeindruckten uns sehr, und wir versuchten, es wieder zum Leben zu erwecken. Es hat funktioniert…“, erzählte der Sänger gegenüber Radio Bulgarien. 

Die zweiwöchige Tournee Anfang März war nicht seine erste in den USA, und die Begegnungen mit den Bulgaren dort waren inspirierend: 

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„Das sind unvergessliche Abende! Lange erwartete, unvergessliche Abende. Ich war immer überwältigt, denn für mich sind das Bulgaren mit großem ‚B‘, egal wo sie auf der Welt sind. Egal wie erfolgreich sie beruflich oder im Leben sind, sie bleiben Bulgaren. Sie kommen mit Fahnen, manche tragen Trachten… Auf irgendeine Weise fühlen sie sich bei mir zu Hause. Ich bin sicher, dass dies bei fast allen unseren Kollegen passiert, die in Gemeinden außerhalb Bulgariens auftreten. Ich kann mit Stolz sagen, dass sie wirklich große Bulgaren sind – sie bewahren die bulgarische Kultur, in fast jeder Stadt gibt es eine bulgarische Schule, Tanzensembles, sie treffen sich, singen, pflegen Gemeinschaft… einfach großartig!, sagte der Sänger 

Unser großer Musiker und Künstler betont, dass wir, um ein starkes Volk zu bleiben, vereint sein müssen. Zu Beginn der hellen Woche wünscht er:

„Stolz zu sein, Bulgare zu sein – diesen Titel hoch zu tragen. Und Vision und Willen für eine strahlende Zukunft zu haben. Gesund und lebendig zu sein. Alles andere werden wir erreichen.“ 

Übersetzung und Redaktion: Lyubomir Kolarov 

Gestaltet von Lyubomir Kolarov