Politik

Artikel

Parlamentswahlen - 19. April 2026

Wahllokal in Melbourne verzeichnet um 70 Prozent höhere Wahlbeteiligung

Unsere Landsleute in Australien gaben ihre Stimme in sechs Wahllokalen ab – in Canberra, Adelaide, Brisbane, Melbourne, Perth und Sydney

Sonntag, 19 April 2026, 11:44

Wahllokal in Melbourne verzeichnet um 70 Prozent höhere Wahlbeteiligung

FOTO Für Radio Bulgarien zur Verfügung gestellte Fotos von Mantscho Manew

Schriftgröße

Die Wahlkommission in Melbourne, der zweitgrößten Stadt Australiens, meldete eine Rekord-Wahlbeteiligung. Dort haben 149 unserer Landsleute ihr Wahlrecht ausgeübt, was einem Anstieg von fast 70 Prozent gegenüber den Parlamentswahlen im Oktober 2024 entspricht, als 80 Bulgaren ihre Stimme abgaben, teilte Mantscho Manew, Mitglied der Wahlkommission, Radio Bulgaria mit.

FOTO Für Radio Bulgarien zur Verfügung gestellte Fotos von Mantscho Manew

Der Wahltag verläuft sehr ruhig, die Wahlbeteiligung ist im Vergleich zu den bisherigen Wahlen deutlich höher. Wir verzeichnen einen Anstieg der Wahlbeteiligung um über 38 Prozent. Wir haben einen stetigen Zustrom von Wählern, sodass wir von dieser Beteiligung sehr positiv überrascht sind. Es gibt viele Bulgaren, die ziemlich weite Strecken zurücklegen, um ihre Stimme abzugeben. Das sind äußerst gewissenhafte Menschen – ein Herr war 200 km gereist, um sein Wahlrecht auszuüben. Die Bulgaren, die diese Anstrengung auf sich nehmen, wissen, dass dies Teil ihrer Pflicht gegenüber dem Vaterland ist, und sie tun es mit einem Lächeln, ohne sich zu beschweren“, sagte Mantscho Manew.

Er hat mit Erfahrung in der Organisation des Wahlprozesses in Australien und betonte, dass die Vorbereitungen für die aktuelle Wahl ruhig und ohne Überraschungen verlaufen sind. Was die Stimmung der Wähler heute angeht, sagte er: „Wir bemerken eine leicht gehobene Stimmung und Hoffnung bei den Menschen, wenn sie das Wahllokal betreten“.

FOTO Mantscho Manew

Den künftigen 240 Abgeordneten der 52. Volksversammlung Bulgariens würde Mantscho Manew raten:

„Sie haben eine sehr schwierige Aufgabe vor sich, das ist das Erste, was mir in den Sinn käme oder was ich sagen würde. Sie müssen einfach alle parteipolitischen Differenzen vergessen, sich zusammenschließen und auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten, nämlich Bulgarien.“


Autor: Wessela Krastewa

Übersetzung: Rossiza Radulowa