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Die Wahlen in Bulgarien in den Weltmedien

Sonntag, 19 April 2026, 21:12

Die Wahlen in Bulgarien in den Weltmedien

FOTO AFP

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Die Wahlen zum 52. Parlament sind Gegenstand von Analysen in den internationalen Medien.

Die Nachrichtenagentur AFP, zitiert von BGNES, erinnert daran, dass der Anführer des Wahlsiegers „Progressives Bulgarien“ und Präsident Bulgariens (Januar 2017 – Januar 2026), Rumen Radew, die regierungskritischen Proteste unterstützt und zu einem Bruch mit dem „oligarchischen Modell“ aufgerufen habe. Gleichzeitig trete er für eine Wiederaufnahme des Dialogs mit Moskau ein, was ihm Vorwürfe einer Nähe zu Wladimir Putin einbringe. AFP betont zudem, dass Radew die Lieferung von Waffen an die Ukraine kritisiert habe und erklärt habe, die Positionen Ungarns und der Slowakei in dieser Frage zu teilen.

Die „New York Times“ fasst das Bild noch deutlicher zusammen: Radew habe sich aufgrund seiner Äußerungen und Positionen während seiner neun Jahre als Präsident den Ruf eines prorussischen Politikers erarbeitet. Auch „Reuters“ hebt diese Linie hervor und beschreibt Radew als „prorussisch orientierten ehemaligen Präsidenten“, der verspricht, die Korruption zu bekämpfen und die Serie schwacher und kurzlebiger Regierungen zu beenden.

Die russische Nachrichtenagentur TASS widmet den Wahlen in Bulgarien einen Leitartikel mit dem Titel: „Die Wahlen in Bulgarien: Der Sieger steht fest, aber die Regierungsbildung bleibt fraglich“. Darin heißt es, dass die Koalition „Progressives Bulgarien“, angeführt vom ehemaligen Präsidenten Rumen Radew, ihren Rivalen voraus sei, die Perspektiven für eine stabile Regierungsbildung jedoch unklar blieben.

„Wird der ehemalige MiG-29-Pilot und Oberbefehlshaber der bulgarischen Luftstreitkräfte, der für seine prorussische Rhetorik und die Ablehnung militärischer Hilfe für die Ukraine bekannt ist, zum neuen Viktor Orban in der EU? Die kurze Antwort lautet: nein. Die längere beginnt mit: nein, aber. In den vergangenen Jahren fiel Radew wiederholt durch Äußerungen auf, die oft als ‚prorussisch‘ verharmlost werden, obwohl es sich im Kern um Formulierungen handelt, die den russischen Imperialismus und Putins Diktatur rechtfertigen“, schreibt die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.


Redakteurin: Miglena Iwanowa 

Übersetzung: Lyubomir Kolarov 

Gestaltet von Lyubomir Kolarov