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Großes Konzert in Hamburg ehrt Stepan Tscherwenkow
Dienstag 21 April 2026 10:21
Dienstag, 21 April 2026, 10:21
FOTO Christina Watschewa
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Ein Konzert anlässlich des 80. Geburtstags des Dozenten und ehemaligen Direktors der Nationalen Schule für Folklorekunst „Filip Kutew“ in Kotel, Stepan Tscherwenkow, fand in Hamburg statt.
Die Veranstaltung wurde im großen Saal des „Hamburg-Hauses“ von der Vorsitzenden des Kulturvereins „Bulgarisches Tschitalischte“ in Hamburg, Radostina Christowa, organisiert und brachte Bulgaren und Deutsche zusammen, die die Volksmusik und den Volkstanz schätzen. Das teilte die Philologin, Dichterin und Journalistin Christina Watschewa mit, die in Hamburg lebt.
Die Sängerin Wanja Walkowa eröffnete den Abend mit dem Rhodopenlied „Dewojko mari hubawa“. Anschließend erfüllte der klare Klang der thrakischen Dschura-Gajda in den Händen von Radostin Russew den Saal und versetzte das Publikum in die fruchtbare thrakische Ebene, um die Magie der thrakischen Musik spürbar zu machen, so Watschewa.
Das Konzert vereinte Tscherwenkows Schüler auf einer Bühne – Pejo Peew, Wanja Walkowa, Radostin Russew und Stela Petrowa.
Auf der Bühne traten auch Absolventen der Akademie für Musik-, Tanz- und Bildende Kunst „Prof. Assen Diamandiew“ in Plowdiw auf. Peew ist Dozent an der Akademie in Plowdiw und arbeitete 20 Jahre im Orchester für Volksmusik beim Bulgarischer Nationaler Rundfunk. Radostin Russew ist seit 26 Jahren Solist im Ensemble „Trakia“. Beide sind an verschiedenen Musikprojekten beteiligt und arbeiten mit Dirigenten und Musikern von höchstem Niveau zusammen.
Wanja Wălkowa stellte dem Publikum Stepan Tscherwenkow vor: Er hat ukrainische Wurzeln, wurde im Dorf Tschijschija geboren, absolvierte seine musikalische Ausbildung in Chișinău und ließ sich Anfang der 1990er Jahre in Bulgarien nieder, an der Musikschule in Kotel, wo er eine aktive Lehrtätigkeit entwickelte. Eine seiner bedeutendsten Leistungen ist die Einführung der Fachrichtung „Bulgarische Tänze“ an der Schule. Besonders stolz ist er auf seine Schüler, die heute führende Interpreten und Leiter in Formationen wie den Orchestern des Bulgarischen Nationalen Rundfunks, staatlichen Folkloreensembles und dem Repräsentationsorchester der Garde sind.
Redakteur: Iwo Iwanow
Übersetzung: Lyubomir Kolarov
Gestaltet von Lyubomir Kolarov