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BSP-Vorsitzender Sarkow nach Wahlniederlage zum Rücktritt bereit

Dienstag, 21 April 2026, 17:33

BSP-Vorsitzender Sarkow nach Wahlniederlage zum Rücktritt bereit

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Der Vorsitzende der Bulgarischen Sozialistischen Partei BSP, Krum Sarkow, erklärte auf einer Pressekonferenz nach Bekanntgabe der Ergebnisse der vorgezogenen Parlamentswahlen vom 19. April, dass er am kommenden Samstag beim Nationalrat der Partei eine Vertrauensabstimmung beantragen werde, und falls er diese nicht erhalte, werde er zurücktreten.

Sollte er unterstützt werden, versprach er, für eine Erneuerung der Partei zu arbeiten.

Sarkow, der am 7. Februar 2026 die Partei in einem schwierigen Zustand mit einem öffentlichen Vertrauen von 2,3 Prozent (laut einer am 16.02.2026 veröffentlichten Studie der Meinungsforschungsagentur „Market Links“) übernommen hatte, erklärte, dieses Ergebnis sei gesetzmäßig gewesen. Seinen Worten zufolge müsse sich die BSP verändern, sich für Diskussionen sowie für neue Menschen und frische Ideen öffnen.

Die Bulgarische Sozialistische Partei bleibt außerhalb des Parlaments und ohne Subventionen. Doch nach Worten von Krum Sarkow könne sie dieses Problem bewältigen. Ihm zufolge zahlt die BSP den Preis für ihre Beteiligung an prinzipienlosen Koalitionen. Das sei jedoch weder das Ende der BSP noch der Linken in Bulgarien, betonte er.

Den höchsten Wahlerfolg erzielte die BSP bei den Wahlen zur Großen Volksversammlung im Jahr 1990, den ersten freien Wahlen im Land, als sie laut Archiv der BTA 52,75 Prozent der Stimmen gewann. Der große Einbruch kam mit dem Sturz der Regierung von Schan Widenow Ende 1996.

Bei den Wahlen 1997 erhielt die Linke 22 Prozent. Und so bis zum Ergebnis vom 19. April 2026 – 3,01 Prozent.


Redakteurin: Miglena Iwanowa

Übersetzung: Rossiza Radulowa