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Massiver Erdrutsch sperrt Hauptstraße Pamporowo–Smoljan auf lange Zeit

Montag, 4 Mai 2026, 09:48

Massiver Erdrutsch sperrt Hauptstraße Pamporowo–Smoljan auf lange Zeit

FOTO BTA

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Ein gewaltiger Erdrutsch hat die Hauptstraße zwischen Smoljan und Pamporowo – eine der meistbefahrenen Verkehrsadern in den Rhodopen – zerstört.

Auch wenn das Ereignis für viele überraschend kam, erinnern Fachleute in Smoljan daran, dass das Problem eine lange Vorgeschichte hat und seit mehr als 40 Jahren untersucht wird. Der Erdrutsch wurde bereits 1983 erfasst und gilt als der größte in Bulgarien.

Mit einer Ausdehnung von rund 5 Hektar bleibt der Erdrutsch aktiv. Er hat die einzige Region Bulgariens, die ausschließlich über den Straßenverkehr erreichbar ist, weitgehend vom normalen Zugang abgeschnitten. Die Straße über Pamporowo ist die direkteste Verbindung ins Landesinnere. Am Sonntagmorgen waren die Ausweichrouten über die Pässe Roschen und Prewala nach neuen Schneefällen nicht geräumt, sodass die gesamte Region Smoljan praktisch blockiert war. Die für den Winterdienst zuständigen Unternehmen verfügen derzeit über ausgelaufene Verträge. Zudem wurde Pamporowo von der Gasversorgung abgeschnitten, da die Methanleitung, die zahlreiche Hotels versorgt, beschädigt wurde.

Für die Wiederherstellung der zerstörten Straße – sofern dies überhaupt möglich ist – werden Monate benötigt. Es muss geprüft werden, ob die Trasse weiterhin dort verlaufen kann oder ob stattdessen eine Brücke gebaut werden muss. Ebenso wird untersucht, ob oberhalb des Erdrutschgebiets eine alternative Route angelegt werden kann.



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Der betroffene Abschnitt war bereits vor etwa 20 Jahren gesichert worden. Experten betonen jedoch, dass derartige großflächige Bodenbewegungen nur schwer zu verhindern sind. Der Erdrutsch erstreckt sich über eine Fläche von mehr als 7,2 Quadratkilometern und eine Länge von über 5 Kilometern. Er umfasst Gebiete vom Südhang des Gipfels Sneschanka und den Smoljaner Seen bis in den nördlichen Teil der Stadt. Die Prozesse werden periodisch aktiviert, insbesondere bei starken Niederschlägen und Schneeschmelze, was erhebliche Risiken für Infrastruktur und Privatbesitz mit sich bringt.

Die Straßen von Stojkite nach Pamporowo sowie über den Prewala-Pass dienen derzeit als Umleitungsstrecken für den Verkehr nach Smoljan. Ihre Verstärkung wird dringend geprüft, um den Hauptverkehr in die Gebietshauptstadt aufnehmen zu können, berichtete Radio Plowdiw.


Redakteur: Iwo Iwanow 

Übersetzung: Lyubomir Kolarov