Autor
Elena Karkalanowa
Artikel
Paul Magnier gewann auch die 3. Etappe des Giro d’Italia 2026 in Sofia
Sonntag 10 Mai 2026 20:43
Sonntag, 10 Mai 2026, 20:43
Paul Magnier
FOTO BTA
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Paul Magnier hat es erneut geschafft! Der Franzose, der bereits die erste Etappe des Giro in Burgas gewonnen hatte, wiederholte heute seinen Erfolg und überquerte als Erster die Ziellinie nahe dem historischen Gebäude der Volksversammlung. Damit wurde er zum großen Sieger der dritten und letzten Etappe des Giro d’Italia auf bulgarischem Territorium. Der Italiener Jonathan Milan belegte den zweiten Platz, der Niederländer Dylan Groenewegen wurde Dritter.
Der Sieg von Paul Magnier entschied sich praktisch bei der Durchfahrt über den Platz “Adlerbrücke“ mit einem kraftvollen Schlusssprint. Er bewältigte die 175 Kilometer von Plowdiw bis Sofia in 4 Stunden, 9 Minuten und 42 Sekunden.
„Es ist unglaublich, zwei Etappen in den ersten drei Tagen des Giro zu gewinnen. Damit habe ich nicht gerechnet. Ich habe hart dafür gearbeitet, aber Siege sind etwas ganz Besonderes. /…/ Die bulgarischen Straßen haben mir Flügel verliehen, und ich hoffe, genauso weitermachen zu können“, sagte Magnier auf der Pressekonferenz nach dem Ende der Etappe.
Er erklärte, dass er nach zwei Siegen in den ersten drei Tagen des Giro vollkommen von seinen Möglichkeiten überzeugt sei und daran glaube, das lila Trikot gewinnen zu können.
Paul Magnier nach dem Sieg in Sofia
FOTO BTA
Es war ein historischer Moment. Starke Emotionen und die größte Fahrradparade gingen dem großen Finale der dritten Etappe des Rennens in Sofia voraus.
Einer der verkehrsreichsten Boulevards der Hauptstadt wurde vollständig gesperrt und verwandelte das Herz der Stadt in einen Raum für den Radsport.
Tausende Radfahrer schlossen sich der Massenfahrt in Sofia an
FOTO Visit Bulgaria
Mehr als 25.000 Radfahrer nahmen an der Massenfahrt teil und legten die letzten Meter der Strecke zurück, auf der später auch die Fahrer des internationalen Rennens Giro d’Italia während der dritten Etappe unterwegs waren – auf dem Boulevard „Zarigradsko Schosse“, berichtete die Bulgarische Nachrichtenagentur unter Berufung auf den Bürgermeister von Sofia, Wassil Tersiew, der die Teilnehmer der dritten und letzten Etappe in der Hauptstadt begrüßte. Die Stadtverwaltung erklärte, dass es sich um die größte Fahrradparade in der Geschichte Sofias handle.
„Heute ist ein unglaublicher, außergewöhnlicher Tag“, betonte Bürgermeister Wassil Tersiew und dankte allen, die die Austragung des Giro d’Italia in Bulgarien möglich gemacht haben. „Möge dies eines von vielen Beispielen dafür sein, wie wir gemeinsam arbeiten können, um Bulgarien der ganzen Welt im bestmöglichen Licht zu präsentieren“, sagte Tersiew vor der Begrüßung der Teilnehmer der dritten und letzten Etappe des Rennens in Sofia, wie die Bulgarische Nachrichtenagentur berichtete.
Das Giro-d’Italia-Rennen sei eine enorme Werbung nicht nur für Sofia, sondern für ganz Bulgarien und werde langfristige Auswirkungen haben, ergänzte Tersiew: „Viele von denen, die den Giro verfolgten und gesehen haben, wie schön unser Land ist und wie viel es nicht nur in Sofia zu entdecken gibt, werden sich entscheiden, uns zu besuchen.“
Starke Resonanz in den sozialen Netzwerken
Die Euphorie rund um dieses große internationale Sportereignis wurde zusätzlich durch die positive Bewertung der Idee und Umsetzung dieser größten Werbekampagne für unser Land verstärkt. Tatsächlich stellten die Fernsehbilder, mit denen alle Natur-, Geschichts- und Architekturdenkmäler entlang der Strecke außergewöhnlich schön präsentiert wurden, genau eine solche Kampagne dar.
„Das ist riesig. Ein Ereignis solchen Ausmaßes ist nicht nur Sport, sondern eine Weltbühne und eine Chance für 800 Millionen Menschen, Sofia nicht als Kulisse des postsowjetischen Osteuropas zu sehen, sondern als lebendige, interessante europäische Stadt voller Menschen, Energie und Ambitionen“, schrieb die Sängerin Ruth Kolewa.
„Bulgarien wurde sehr respektvoll gezeigt und vorgestellt. Menschen, Menschen, Menschen entlang der Strecke. Mit Begeisterung und einem Lächeln voller positiver Energie“, lautet ein weiterer der Tausenden Kommentare von Bürgern – von Wessela Gentschewa.
„Alle Organisatoren sowie die internationalen Journalisten und Kommentatoren sind zutiefst beeindruckt – von Bulgarien und vom bulgarischen Publikum“, teilte Maria Nedewska ihre Eindrücke mit.
„Ich war im Ferienort „Die Dünen“ und kann die Begeisterung der Menschen dort gar nicht beschreiben – das tolle Gefühl, Teil von etwas Großem, eines phänomenalen Ereignisses zu sein. Hut ab vor jenen, der es geschafft haben, den Giro hierher zu holen!“, kommentierte Dessislawa Anastassowa.
Einwohner Sofias begrüßen die Radfahrer
FOTO Kostadin Atanassow
Kurz gesagt: In den vergangenen drei Tagen haben Bulgarien und die Bulgaren eine einmalige Gelegenheit erhalten, unser wunderschönes Land als Ort für Tourismus, Kultur und städtische Identität zu erleben und zu präsentieren. Und dies voller Selbstbewusstsein. Es wäre wunderbar, wenn es uns gelingt, diese Emotion zu erhalten, auf die Welle aufzureiten und Bulgarien weiterhin als faszinierende Destination zum Leben, für Sport und für Träume zu entwickeln.
Übersetzung: Rossiza Radulowa
Gestaltet von Rossiza Radulowa