Bischoflsbasilika Plowdiw feiert „Tag der Mosaike“

Samstag, 16 Mai 2026, 09:05

Bischoflsbasilika Plowdiw feiert „Tag der Mosaike“

FOTO Facebook/ America for Bulgaria

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Einer der bedeutendsten Kulturorte Bulgariens – die Bischoflsbasilika Plowdiw – feiert fünf Jahre seit ihrer Umwandlung in einen Ort der Begegnung von Archäologie, Geschichte und zeitgenössischer Kunst. 

Am 16. Mai öffnet sie bei freiem Eintritt ihre Türen und veranstaltet einen speziell organisierten „Tag der Mosaike“. Das Programm ist für alle Altersgruppen geeignet und umfasst Konzerte, Workshops, 3D-Mapping sowie freien Zugang zu den römischen Mosaiken, virtuelle Rundgänge und eine Kinderzone. Die Veranstaltung bietet Einwohnern und Besuchern von Plowdiw eine besondere Gelegenheit, in die Geschichte der ältesten dauerhaft bewohnten Stadt Europas einzutauchen. 

Dieses Meisterwerk spätantiker Kunst wurde in den 1980er-Jahren bei Bauarbeiten entdeckt und nach einer umfangreichen siebenjährigen Restaurierung am 18. April 2021 als touristische Sehenswürdigkeit eröffnet. 

Die Bischoflsbasilika von Philippopolis (Plowdiw) ist ein groß angelegtes Bauwerk (83 Meter Länge) mit drei Schiffen, einer Apsis, einem Narthex und einem Atrium. Sie ist die größte frühchristliche Basilika, die in Bulgarien freigelegt wurde. Sie stammt aus dem 4. Jahrhundert und beeindruckt nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch ihr einzigartiges Interieur. Der Boden ist mit außergewöhnlichen Mosaiken bedeckt, die eine Gesamtfläche von 2.000 Quadratmetern einnehmen und in zwei übereinanderliegenden Schichten angelegt sind, vermutlich mit einem zeitlichen Abstand von etwa 50 Jahren. 

FOTO Bishop's Basilica of Philippopolis

Heute ist die Ausstellung in der Bischöflichen Basilika in thematische Bereiche gegliedert, die die gesamte Geschichte Schicht für Schicht erzählen – auch mithilfe von Virtual Reality. Die Mosaiken aus der Römerzeit in Philippopolis beeindrucken durch ihre visuelle Pracht, reiche Symbolik und kunstvolle Handwerkskunst. 

Die Veranstaltung ist Teil der Feierlichkeiten zum 70-jährigen Jubiläum der Mitgliedschaft Bulgariens in der UNESCO. 


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Zusammengestellt von Elena Karkalanowa 

Übersetzung: Lyubomir Kolarov