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Radew: Wir alle müssen für die Schulden der vorherigen Regierung aufkommen
Montag 18 Mai 2026 17:24
Montag, 18 Mai 2026, 17:24
FOTO BTA
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Alle Bulgaren werden die Schulden der Oligarchie und der vorherigen Regierung begleichen müssen. Das sagte Premier Rumen Radew vor Journalisten, bevor er zu einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz nach Berlin aufbrach.
Die frühere Regierung habe unbezahlte Rechnungen sowie hohe Vorauszahlungen ohne erbrachte Leistungen hinterlassen, erklärte er.
„Wir von ‚Progressives Bulgarien‘ sind der Ansicht, dass die politische Klasse mit gutem Beispiel vorangehen muss. Deshalb werden wir alle Mechanismen zur Erhöhung der Gehälter in allen gewählten Ämtern abschaffen und auch die Vergütungen in staatlichen Aufsichtsräten und Unternehmen überprüfen“, sagte der Ministerpräsident weiter, zitiert von der Bulgarischen Nachrichtenagentur BTA.
Radew erklärte, dass seine Deutschland-Visite mit der Entscheidung der Ratingagenturen zusammenfalle, den Ausblick für das Kreditrating Bulgariens anzuheben, was eine erste Anerkennung für die neue Regierung darstelle. Diese Prognose spiegele auch die Rückkehr zur politischen Stabilität in Bulgarien wider, so Radew.
Gestern teilte das Finanzministerium mit, dass die internationale Ratingagentur „Standard and Poor’s Global Ratings“ die Prognose für das Rating Bulgariens von „stabil“ auf „positiv“ angehoben und das langfristige und kurzfristige Rating in Fremd- und Landeswährung mit „BBB+/A-2“ bekräftigt habe.
Redakteurin: Miglena Iwanowa
Übersetzung: Rossiza Radulowa