Donnerstag 21 Mai 2026 12:22
Donnerstag, 21 Mai 2026, 12:22
Iwo Christow
FOTO BTA
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Vizepremier Iwo Christow bezeichnete das Telefongespräch zwischen Premierminister Rumen Radew und US-Präsident Donald Trump als eine neue Art des Dialogs, der ohne Vermittler stattfindet.
Gegenüber dem Bulgarischen Nationalen Fernsehen BNT unterstrich Christow die Bedeutung der angesprochenen Visafrage und grenzte die Politik der Regierung von der vorherigen Führung ab, die amerikanische Forderungen bedingungslos akzeptiert habe. Nach Ansicht von Iwo Christow verfolgt Bulgarien inzwischen eine ausgewogene und unabhängige Außenpolitik und spricht sowohl mit Brüssel, Berlin und Paris als auch mit Washington auf Augenhöhe.
Der neue Ansatz verleihe dem bulgarischen Staat ein anderes Gewicht auf der internationalen Bühne, so Christow. Als Beispiele für die Wahrung bulgarischer Interessen nannte er die entschiedene Forderung nach der dringenden Abschaffung der Visumpflicht für die USA sowie die ernsten Bedenken des Kabinetts hinsichtlich des Mercosur-Handelsabkommens, das die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Agrarproduzenten gefährde.
Redakteur: Darina Grigorowa
Übersetzung: Rossiza Radulowa