Bulgarien-Unterricht mit der Sonntagsschule „Asbukartscheta“ aus Spanien

Sonntag, 24 Mai 2026, 12:15

Bulgarien-Unterricht mit der Sonntagsschule „Asbukartscheta“ aus Spanien

FOTO Bulgarische Sonntagsschule "Asbukartscheta"

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Es gibt viele Möglichkeiten, mehr über Bulgarien zu erfahren, wenn man weit davon entfernt ist. Einer der angenehmsten Wege, ist mit der Kultur und Kunst des Landes in Berührung zu kommen, sich die bulgarische Sprache zu eigen zu machen und sich von ihr durch die unermessliche Schönheit dieses kleinen, aber ruhmreichen Balkanstaates führen zu lassen- von den literarischen Werken, der Musik und den Tänzen über die Natursehenswürdigkeiten und Schönheiten bis hin zur Tiefe der bulgarischen Seele und Gastfreundschaft. Genau diesen Weg in die Heimat wählte auch Latinka Hinkowa 2012in der spanischen Stadt Torrejón de Ardoz, etwa 20 km von der Hauptstadt Madrid entfernt. Gemeinsam mit Gleichgesinnten gründete die Lehrerin denkulturellen und bildungsorientierten Verein der Bulgaren und Kunstschaffenden „Trebol“. Im selben Jahr nahm die Sonntagsschule „Asbukartcheta“ in Torrejón de Ardoz ihren Betrieb auf, mit einem zweiten Bildungszentrum in Madrid. Das gesetzte Ziel damals wie heute - die bulgarische Identität, Traditionen und Bräuche in den Herzen bulgarischer Kinder zu entfachen, die in Spanien geboren und aufgewachsen sind.

FOTO Bulgarische Sonntagsschule "Asbukartscheta"

„Die Schule ist Teil der Bildungs- und Kulturarbeit des Vereins, und die Idee war, den Kindern Künstler aus Bulgarien vorzustellen - Maler, Schriftsteller, Sänger und Folkloregruppen – damit sie sich, auch wenn sie weit von Bulgarien entfernt sind, durch unsere Kultur und die Persönlichkeiten, die im Bereich Kultur und Kunst tätig sind, mit Bulgarien verbunden fühlen.“

FOTO BSS "Asbukartscheta"

Seit nunmehr 14 Jahren unterrichtet das Team der Sonntagsschule „Asbukartcheta“ Hunderte von bulgarischen Kindern der ersten bis zur zwölften Klasse in Lesen und Schreiben, Tanz und Musik. Aus nah und fern kommen auch Kinder im Alter von 4 bis 7 Jahren in die spezielle Vorschulgruppe der Schule.

FOTO Sonntagsschule "Asbukartscheta"

„Viele Bulgaren, so kommt es mir zumindest vor, kehren nach Bulgarien zurück. Dafür gibt es soziale und wirtschaftliche Gründe. Das Leben in ganz Europa, nicht nur in Spanien, ist schwer. Viele unserer Landsleute sprechen davon, wie schwer das Leben in Bulgarien ist, wie hoch die Inflation, doch auch in Spanien ist das Leben in letzter Zeit nicht mehr so einfach. Wir Bulgaren sind wieder auf der Suche nach einem besseren Leben und ich denke, dass wir es jetzt in der Heimat finden können. Das ist zumindest meine Meinung“, so Latinka Hinkowa, die seit 25 Jahren damit beschäftigt, zu lehren. In der Sonntagsschule „Heiliger Iwan Rilski“ in Madrid war sie eine der ersten Lehrerinnen. Als ihre eigenen Kinder erwachsen wurden, gründete sie die bulgarische Schule in Torrejón de Ardoz.

FOTO Sonntagsschule "Asbukartscheta"

Das Festival „Ich liebe Bulgarien“ legt den Zeitpunkt der Reise von vierzig Schüler der Sonntagsschule „Asbukartcheta“ nach Bulgarien im Jahr 2025 fest - diesmal mit Unterstützung des nationalen Programms „Bildungsrouten“ des bulgarischen Ministeriums für Bildung und Wissenschaft. Die Reise führte durch die alten Hauptstädte Bulgariens und wurde „Lerne Bulgarien kennen, um es zu lieben“ genannt. Ihre Emotionen, Erinnerungen und Eindrücke von dieser Reise teilten die Schüler mit Radio Bulgarien, indem sie sich der Initiative „Bulgarien-Unterricht“ anschlossen. Das folgende Video zeigt die Emotionen.

An der Bulgarienreise der Sonntagsschule „Asbukartcheta“ 2025 nahmen auch die jüngeren Schüler der Schule teil, die unglaublich viel Spaß hatten, erzählt Latinka Hinkowa. „Auch heute noch, wenn wir Präsentationen zu Geschichte oder Literatur halten, erinnern sie sich daran und sagen: ‚Ach ja, da waren wir.‘ Die Reise war für und Lehrer eine große Genugtuung und für die Kinder ein unglaublichemotionales Erlebnis. Viele von ihnen spüren Bulgarien erst dann, wenn sie die historischen Orte wie Schipka, Pliska und Preslaw besuchen. Für uns war es eine große Genugtuung zu sehen wie glücklich und integriert die Kinder waren“, sagte die Direktorin der bulgarischen Sonntagsschule „Asbukartscheta“.  

FOTO Sonntagsschule "Asbukartscheta"

Im letzten Sommer haben wir eine unvergessliche Reise zu einigen der ältesten und schönsten Städte Bulgariens unternommen - Pliska, Preslaw, Weliko Tarnowo, Schumen, Madara, Warna und Starosel“, sagt eine Schülerin. Es war ein Erlebnis voller Geschichte, Kultur und Freundschaft, das es uns ermöglichte, eine Zeitreise in die Vergangenheit zu unternehmen und die Wurzeln der bulgarischen Zivilisation und des bulgarischen Volkes zu entdecken.“

Festival "Ich liebe Bulgarien"

FOTO Sonntagsschule "Asbukartscheta"

„Unsere Exkursion begann in Weliko Tarnowo - der Stadt der Zaren. Wir stiegen die gepflasterten Straßen hinauf zur Festung „Tsarevets“, von wo aus wir einen herrlichen Panoramablick genossen“, schwärmt eine andere Teilnehmerin der Reise.

„Einer der interessantesten Momente war unser Treffen mit dem Archäologen Dozent Waleri Grigorowbei den neuen Ausgrabungen in der Nähe des Palasts in Pliska“, berichtet ein weiterer Schüler. 

„Die Reise nach Bulgarien hat mir aus mehreren Gründen sehr gut gefallen. Wir haben Orte und Kulturdenkmäler besucht, die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Dass auch meine Klassenkameraden mit dabei waren, hat die Reise noch angenehmer gemacht“, sagt ein Schüler und eine Mitschülerin wie sehr sie sich in die Emotionen und die wunderbaren Momente dieser unvergesslichen Reise zurückversetzen würde.

FOTO Sonntagsschule "Asbukartscheta"

Die Direktorin Latinka Hinkowa bestätigt, dass sie Bulgarien durch die Augen ihrer Schüler gesehen und das Gleiche bewundert hat wie sie. Als wir von der Exkursion zurückkamen, sagte ich den Eltern, dass ich mit diesen Kindern bis ans Ende der Welt gehen würde! Denn sie zeigten Interesse an jedem Detail der Orte, die wir besucht haben. Das Gefühl ist unglaublich und unvergesslich.“

FOTO Bulgarische Sonntagsschule "Asbukartscheta"