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Jeder zweite Bulgare: Die neue Regierung festigt Bulgariens Positionen in der EU
Donnerstag 28 Mai 2026 14:33
Donnerstag, 28 Mai 2026, 14:33
FOTO BNT, Archiv
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Das neue Kabinett hat keine herausragenden Persönlichkeiten hervorgebracht, die sich öffentlich für Reformen einsetzen. Dennoch sind die Bürger der Ansicht, dass die Minister über ausreichende fachliche Kompetenz verfügen, wobei anzumerken ist, dass die persönliche Ausstrahlung von Premierminister Rumen Radew bei dieser Einschätzung eine wesentliche Rolle spielt.
Das zeigt eine landesweite Umfrage der Meinungsforschungsagentur „Market Links“, die vom 16. bis zum 27. Mai unter 1.008 volljährigen Bürgern durchgeführt und von BTV und Market Links finanziert wurde.
Mit einem Vertrauen von 56 Prozent genießt Radew unter den politischen Führern weiterhin die höchste Bewertung. Unmittelbar hinter ihm folgen Bojko Borissow und Assen Wassilewmit jeweils 13 Prozent Vertrauen.
Gleichzeitig liegt das Vertrauen in das Parlament, das von Radews „Progressives Bulgarien“ dominiert wird, bei 19 Prozent, was einen Anstieg gegenüber den 6 Prozent im April darstellt.
56 Prozent der Bulgaren sehen in den Maßnahmen der Regierung eine Festigung der Position Bulgariens in der EU. Zu den wichtigsten Aufgaben auf der gesellschaftlichen Agenda gehört die Wiederherstellung der Gerechtigkeit durch Reformen im Justizwesen, meinen drei von vier Bulgaren. Fast identisch sind die Antworten auch hinsichtlich der Erwartung von Verurteilungen wegen Korruption in den höchsten Machtetagen.
Gleichzeitig stimmen hinsichtlich des Vorhabens zur Erhöhung der Staatsverschuldung nur 11 Prozent der vom Finanzminister vertretenen These zu, dass dies ein unvermeidlicher Schritt zur Deckung der laufenden Ausgaben für Gehälter im öffentlichen Dienst und Renten sei, während 70 Prozent der Meinung sind, dass neue Schulden erst nach einer Optimierung der Staatsausgaben aufgenommen werden sollten.
Redakteurin: Miglena Iwanowa
Übersetzung: Rossiza Radulowa