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Elena Karkalanowa
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Bulgarische Organisationen in Europa treffen sich zu Forum in Wien
Freitag 29 Mai 2026 21:30
Freitag, 29 Mai 2026, 21:30
Rajna Mandschukowa
FOTO Krassimir Martinow
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Bulgarische Organisationen aus verschiedenen europäischen Ländern treffen sich am 30. und 31. Mai in Wien, um Erfahrungen in der Vereinsarbeit auszutauschen und Ideen für ihre Weiterentwicklung zu diskutieren. Dort findet die zweite Ausgabe des Seminars „Modelle für Aufbau, Management und Kommunikation verschiedener Vereinigungen der Bulgaren im Ausland“ statt. Organisiert wird das Forum von der Exekutivagentur für die Auslandsbulgaren mit Unterstützung der bulgarischen Botschaft in Österreich und des Bulgarischen Kulturinstituts „Haus Wittgenstein“.
„Mitveranstalter seitens der bulgarischen Gemeinschaft ist die älteste heute noch bestehende bulgarische Organisation – die Kultur- und Bildungsvereinigung ‚Hll. Kyrill und Method‘ in Wien unter Vorsitz von Bojtscho Damjanow. Das ist eine sehr aktive Organisation, die viel zu teilen hat – nicht zuletzt, wie man acht Jahrzehnte lang bestehen kann“, erklärte die Leiterin der Exekutivagentur für die Auslandsbulgaren, Rajna Mandschukowa, gegenüber Radio Bulgarien.
FOTO BGNES
Während der zweitägigen Veranstaltung werden die Teilnehmer darüber sprechen, wie der bulgarische Geist fern der Heimat bewahrt werden kann – durch Schulen, Kulturorganisationen, junge Menschen und die Erinnerung an gemeinsame Wurzeln. Das Treffen bringt Menschen zusammen, die sich seit Jahrzehnten für die bulgarischen Gemeinschaften im Ausland engagieren und aktiv nach neuen Wegen für deren Entwicklung suchen.
„Die Idee für das Seminar entstand 2024 während meines Besuchs bei den Bulgaren in Ungarn. Ich war beeindruckt davon, wie unsere Landsleute dort die Erfahrung älterer Organisationen mit der Energie junger Menschen verbinden. Wir sahen, dass es unterschiedliche erfolgreiche Modelle gibt, die es verdienen, auch anderen bulgarischen Organisationen vorgestellt zu werden. Das ist nicht einfach eine Konferenz, sondern ein echter Austausch funktionierender Praktiken und Ideen“, berichtete Rajna Mandschukowa weiter. Sie selbst wird die Tätigkeit der Exekutivagentur für die Auslandsbulgaren und deren Rolle bei der Konsolidierung der bulgarischen Gemeinschaften im Ausland ausführlich vorstellen.
Zu den Schwerpunkten des Programms zählen effektives Organisationsmanagement und die aktive Einbindung junger Menschen in die Vereine sowie in das Gemeinschaftsleben im Ausland. Gerade dazu kann die älteste Organisation der bulgarischen Gemeinschaft in Österreich viel beitragen.
FOTO BGNES
„Im Modul ‚Interne Kommunikation und effektive Arbeit mit Jugendlichen‘ wird die Gastgeberorganisation – die Bulgarische Kultur- und Bildungsvereinigung ‚Hll. Kyrill und Method‘ – vorgestellt, die auf sehr interessante Weise arbeitet. Innerhalb der Organisation gibt es verschiedene Studios – einen Leserclub, einen Schreibclub, einen Fotografieclub sowie eine Jugendorganisation. Vorgestellt werden sie von Christina Lasarowa-Milew und Rami Spassow aus der Vereinsleitung. Die Jugendorganisation wird von ihrer Vorsitzenden Teodora Milewa präsentiert“, erklärte Mandschukowa.
Zu den Referentinnen des Forums in Wien gehört auch Weneta Nenkowa, Vorsitzende der Kulturassoziation „Parallel 43“ aus Rom. Sie wird die Arbeit der bulgarischen Schulen im Ausland als Bewahrer historischen Gedächtnisses vorstellen – ein Bereich, in dem die von der Kulturassoziation verwaltete bulgarische Sonntagsschule „Assen und Ilija Pejkowi“ seit Jahren tätig ist.
Weneta Nenkowa
FOTO BTA
„Unsere Arbeit beschränkt sich nicht nur auf den Unterricht und das verpflichtende Bildungsprogramm. Wir bemühen uns auch, Teile der bulgarischen Geschichte sichtbar zu machen, die nicht nur in den vatikanischen Archiven, sondern auch in italienischen Archiven bewahrt werden. In Wien werden wir unser neuestes Projekt vorstellen – eine digitale Plattform zu Kunst, Kultur, Geschichte, Archäologie und Bildung, die Bulgarien, Italien, den Vatikan und das antike Thrakien miteinander verbindet. Besonders wertvoll wird der Bereich ‚Archive‘ sein, in dem wir bereits digitalisierte italienische Archivmaterialien zu Bulgarien und dem thrakischen Erbe veröffentlichen. Unser Ziel ist es, bulgarischen Forschern, Wissenschaftlern und Studierenden die Orientierung über vorhandene Dokumente und Quellen in italienischen Institutionen und Archiven zu erleichtern und damit ihre wissenschaftliche Arbeit besser planbar zu machen“, sagte Weneta Nenkowa vorab gegenüber Radio Bulgarien.
Das Seminar in Wien endet mit einer Fahrt 70 Kilometer südöstlich der österreichischen Hauptstadt. Dort werden die Teilnehmer am Vorabend des 2. Juni am Denkmal von Christo Botew in der Stadt Gols Blumen niederlegen.
FOTO Botschaft Bulgariens in Wien
Nach den Worten von Rajna Mandschukowa ist das Interesse an dem Forum groß:
„Wir haben bereits Zusagen aus fast 20 Orten – aus den Niederlanden, Spanien, Deutschland, Zypern… Das sind Menschen, die auf eigene Kosten in die österreichische Hauptstadt reisen werden, um unsere Referenten zu hören. Darüber freue ich mich außerordentlich, denn das zeigt, dass die Agentur Autorität besitzt und diese Menschen wissen, dass sich die Teilnahme lohnt und sie dort etwas lernen können, das für sie nützlich sein wird“.
Übersetzung und Redaktion: Lyubomir Kolarov
Gestaltet von Lyubomir Kolarov