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37 Jahre seit Beginn der sogenannten „Großen Exkursion“ der bulgarischen Türken
Freitag 29 Mai 2026 17:44
Freitag, 29 Mai 2026, 17:44
FOTO BTA
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Heute jährt sich zum 37. Mal der Beginn der sogenannten „Großen Exkursion“ – eines der beschämendsten Kapitel der neueren bulgarischen Geschichte, nämlich der Vertreibung der bulgarischen Türken.
An diesem Tag im Jahr 1989, wenige Monate vor dem Sturz des kommunistischen Regimes, rief der totalitäre Staatschef Todor Schiwkow in einer Fernseh- und Radioansprache die Türkei dazu auf, ihre Grenze für bulgarische Staatsbürger zu öffnen. Fünf Tage später begann die Ausreise von fast 360.000 bulgarischen Türken, die meisten davon aus der Region Kardschali. Infolge dieses Prozesses halbierte sich die Bevölkerung der Östlichen Rhodopen, berichtet unsere Korrespondentin in Kardschali, Walja Apostolowa.
Der sogenannten „Großen Exkursion“ ging eine Vorgeschichte voraus. 1984 leitete die Staatsführung den sogenannten „Wiedergeburtsprozess“ ein: Bulgarische Türken wurden gezwungen, ihre Namen in slawische umzuwandeln. Zudem wurde ihnen verboten, Türkisch zu sprechen und traditionelle Kleidung zu tragen.
Redakteurin: Miglena Iwanowa
Übersetzung: Lyubomir Kolarov
Gestaltet von Lyubomir Kolarov