Aus der Schatzkammer von Radio Bulgarien

Die Geschichte des Liedes „Stille weiße Donau“

Dienstag, 2 Juni 2026, 15:09

Illustration zum Wasows Gedicht „Stille weiße Donau“, Maler Nikola Mirtschew

Illustration zum Wasows Gedicht „Stille weiße Donau“, Maler Nikola Mirtschew

FOTO detstvoto.net

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Am 2. Juni erinnern wir uns an den Dichter-Revolutionär Christo Botew und seine Freischar sowie an alle gefallenen Freiheitskämpfer Bulgariens. Aus diesem Anlass wollten wir von einem beliebten Lied berichten, das von den Ereignissen von 1876 handelt. Es heißt „Stille weiße Donau“ und wurde nach einem Gedicht von Iwan Wasow geschrieben.

Wasow hat damals selbst erzählt, dass alle von der Nachricht über die Ankunft von Christo Botew und seiner Freischar über die Donau sehr bewegt waren. Dieses Ereignis, das zur Grundlage des Gedichts wurde, hat es auch bald sehr populär gemacht. Der Originaltitel lautete „Radetzky“ nach dem Namen des Schiffes, mit dem die bulgarischen Patrioten das Land erreichten.

Auch die Verbindung zwischen den beiden großen Dichtern Bulgariens ist interessant. Wasow war erst 15 Jahre alt, als er Schüler des Vaters von Christo Botew, Botjo Petkow, wurde. Damals hörte er oft von dem besorgten Vater über seinen nach Odessa verbannten Sohn und seine revolutionären Ideen. Später wurde Wasow auch von den Werken des genialen Dichters gefesselt.

Die erste Melodie, die zum Gedicht gesungen wurde, stammt von einem unbekannten Autor. Einige Quellen berichten aber davon, dass sie von dem bekannten Freiheitskämpfer Iwan Karadschow stammt. Er hat für die Befreiung des mazedonischen Teils des Landes im ausgehenden 19. und zu Beginn des 20. Jh. gekämpft. 1909 war die erste offizielle Vorführung des Liedes. Heute ist die „Stille weiße Donau“ ein untrennbarer Teil des Repertoires von bulgarischen Choren und Blasorchestern. Es wird an Nationalfeiertagen und zu offiziellen Anlässen gespielt. Auch die „Radiokinder“ singen es gern.

Übersetzung: Milkana Dehler