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Was sind Langidu aus dem Strandscha?
Das traditionelle Frühstück aus Teig ist auch in anderen Teilen Bulgariens bekannt, allerdings unter anderem Namen
Samstag 13 Juni 2026 10:05
Samstag, 13 Juni 2026, 10:05
FOTO burgasmuseums.bg
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Wenn die Menschen im Strandscha-Gebirge gefragt werden, wie die Kindheit schmeckt, werden viele wahrscheinlich mit einem einzigen Wort antworten: Langidi. Dieses scheinbar einfache Frühstück aus Eiern, Mehl, Joghurt und einer Prise Natron ist Teil des kulinarischen Gedächtnisses von Generationen von Strandscha-Bewohnern. Heute lebt das Rezept nicht nur in den Familienkochbüchern weiter, sondern auch in den Bemühungen der lokalen Gemeinschaften, die Traditionen des Gebirges zu bewahren.
FOTO facebook.com/burgasmuseums
Die Langidi wurden in der Ethnoküche des Regionalen Historischen Museums in Burgas vorgestellt, wo Einwohner des Strandscha-Dorfs Stoilowo gezeigt haben, wie das traditionelle Frühstück zubereitet wird. Zu den Teilnehmern der Vorführung gehörte Rossiza Jangejosowa, deren Wurzeln in Stoilowo liegen. Heute leben sie und ihre Familie im Dorf und setzen sich gemeinsam mit Gleichgesinnten für die Wiederbelebung der lokalen Bräuche ein.
FOTO BNR-Burgas
„Es gibt keinen Einwohner von Strandcha, dessen Großmutter ihm nicht schon einmal Langidi zubereitet hat“, sagt sie gegenüber der Reporterin von BNR- Burgas, Stefka Bakardschiewa. Ihren Worten zufolge liege das Geheimnis des Rezepts nicht nur in den Zutaten, sondern auch in der Atmosphäre, in der das Essen gemeinsam genossen wird.
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„Langidi werden aus Eiern, Mehl, Joghurt und etwas Natron zubereitet. Aber es gibt noch eine weitere Zutat - Liebe. Das Essen schmeckt gut, wenn es geteilt wird und wenn am Tisch gute Stimmung herrscht, schmeckt es noch besser“, sagt Rossiza Jangejosowa. Für sie ist die Präsentation der Langidi - Zubereitung in Burgas Teil einer größeren Mission – der Bewahrung des immateriellen Erbes des Strandscha-Gebirges. In den letzten Jahren haben sie und ihre Mitstreiter fast vergessene Bräuche in Stoilowo wiederbelebt. Nach jahrzehntelanger Unterbrechung gibt es im Dorf wieder Koledari, die vor Weihnachten von Haus zu Haus ziehen sowie den Brauch des weißen Schembartläufers (Kuker). Die jungen Menschen beteiligen sich aktiv an den traditionellen Festen, freut sich Rossiza.
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„Es gibt eine Kluft zwischen den Generationen, und wir versuchen, die Kontinuität wiederherzustellen. Erfreulich ist, dass die Kinder sehr wissbegierig sind. Sie ziehen nicht nur die traditionellen Trachten an, sondern wollen auch verstehen, warum ein bestimmter Brauch gepflegt wird und welche Bedeutung er hat.“
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Rossiza Jangejosowa zufolge versammeln sich im Sommer Dutzende von Kindern und Jugendlichen in Stoilowo, die sich an der Wiederbelebung lokaler Traditionen beteiligen. Vor kurzem ist es ihnen gelungen, einen alten Reigen und ein Lied der Koledari wieder zum Leben zu erwecken, die in ethnografischen Studien beschrieben und aus dem lokalen Gedächtnis fast verschwunden waren.
Redakteurin: Elena Karkalanowa
Übersetzung: Georgetta Janewa
Gestaltet von Georgetta Janewa