Bulgarien stellt EU-Sanktionen gegen Moskauer Patriarchen Kyrill infrage

Mittwoch, 17 Juni 2026, 12:33

Moskauer Patriarch Kyrill

Moskauer Patriarch Kyrill

FOTO hristianstvo.bg

Schriftgröße

Bulgarien hat signalisiert, dass es Teile des 21. Sanktionspakets der Europäischen Union gegen Russland ablehnt, berichtet „Politico“ unter Berufung auf zwei Diplomaten.

Das Paket wurde am 9. Juni von der Europäischen Kommission vorgeschlagen und soll voraussichtlich bis Ende Juli verabschiedet werden, meldete die BNR-Korrespondentin in Brüssel, Angelina Piskowa.

Nach Angaben von EU Observer schlug die Kommission vor, den Moskauer Patriarchen Kyrill in die Sanktionsliste aufzunehmen. Als Begründung wird seine Unterstützung für den Krieg in der Ukraine angeführt. In den vergangenen Tagen berichteten bulgarische Medien, dass Bulgarien versuchen werde, das Oberhaupt der Russischen Orthodoxen Kirche zu schützen.

Von allen bulgarischen Metropoliten veröffentlichte bislang lediglich der Metropolit von Russe, Naum, eine offizielle Stellungnahme unter dem Titel „Gebetsgemeinschaft“. Darin schloss er sich dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomäus I. an, der den Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster in der ukrainischen Hauptstadt verurteilte.


Redakteur: Iwo Iwanow 

Übersetzung: Lyubomir Kolarov

Gestaltet von Lyubomir Kolarov