Autor
Elena Karkalanowa
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Bulgarien im Mittelpunkt einer Vortragsreihe in Düsseldorf
„Allein die Tatsache, dass es so viele Abende geben wird, an denen wir die Chance haben, über unser Land zu erzählen, ist bereits ein Novum“, sagte Daniel Dimow
Freitag 19 Juni 2026 15:03
Freitag, 19 Juni 2026, 15:03
FOTO Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft „Donau“ in Düsseldorf
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Die politische Landschaft Bulgariens ist nicht leicht zu durchschauen, insbesondere für Menschen ohne nähere Kenntnisse des Landes. Zwar ist Bulgarien seit 2007 Mitglied der Europäischen Union, dennoch zählt es aus deutscher Perspektive – auch angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen – wohl weiterhin zu den am wenigsten bekannten Partnerstaaten. Deshalb fand in Düsseldorf eine besondere Veranstaltung statt: Unter dem Titel „Bulgarien durch die deutsche politische Brille“ referierte am 15. Juni Norbert Beckmann-Dierkes, Leiter des Bulgarien-Büros der Konrad-Adenauer-Stiftung. Der Politikwissenschaftler gilt als Experte für die aktuelle Entwicklung Südosteuropas.
Dies teilte Daniel Dimow, Vorsitzender der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft „Donau“, Radio Bulgarien mit. Die Veranstaltung ist Teil einer neuen Initiative der Organisation der Landsleute in Nordrhein-Westfalen, wo nach Angaben von Dimow rund 150.000 Bulgaren leben. Die Entwicklung der bulgarischen Gemeinschaft war einer der Schwerpunkte des Treffens in Düsseldorf.
FOTO Daniel Dimow
Die Veranstaltung ist das Ergebnis einer Partnerschaft, die die Gesellschaft „Donau“ seit zwei Jahren mit der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus – Deutsch-Osteuropäisches Forum pflegt. „Die Stiftung organisiert eine Reise nach Bulgarien für eine Gruppe deutscher Bürger, die unser Land kennenlernen und seine Geschichte und Kultur entdecken werden“, erklärte Daniel Dimow.
FOTO Daniel Dimow
Dieser Reise gehen jedoch drei weitere Veranstaltungen in Düsseldorf voraus, die Bulgarien gewidmet sind. Dadurch erhalten die Teilnehmer bereits im Vorfeld einen Einblick in die Geschichte und Gegenwart des Balkanlandes.
Am 13. Juli führt ein Vortrag die Besucher in die historische und geografische Region Dobrudscha, die heute zwischen Bulgarien und Rumänien geteilt ist. Referent ist Dr. Tobias Weger, Historiker mit Schwerpunkt Südosteuropa. Er arbeitet am Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas und lehrt zugleich an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Dr. Tobias Weger
FOTO sueddeutsche.de
Am 15. Juli findet ein Bulgarien-Abend unter dem Motto „Politik und Kultur aus erster Hand“ statt. Referenten sind Sneschina Marinowa, Generalkonsulin der Republik Bulgarien in Düsseldorf, sowie Daniel Dimow, Vorsitzender der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft Donau NRW.
Sneschina Marinowa und Daniel Dimow
FOTO mfa.bg und Daniel Dimow
Am 1. September steht die Geschichte Bulgariens im Mittelpunkt. Einen Vortrag dazu halten Prof. Dr. Winfried Halder und Dr. Katja Schlenker von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus.
Prof. Dr. Winfried Halder und Dr. Katja Schlenker
FOTO Stiftung Gerhart-Hauptmann-Haus
„Die Reisegruppe aus Düsseldorf wird Mitte September nach Bulgarien kommen. Kaum eine Region unseres Landes fehlt im Programm“, erläuterte Daniel Dimow. „Die Route führt von Sofia über das Rila-Kloster in den Nordwesten des Landes, weiter nach Weliko Tarnowo, in die Dobrudscha und schließlich für einige Tage an die bulgarische Schwarzmeerküste. Es ist ein außergewöhnliches Programm, das den Teilnehmern die historischen, kulturellen und touristischen Besonderheiten Bulgariens näherbringen wird. Doch unabhängig von dieser Reise ist allein die Tatsache, dass es in Düsseldorf so viele Abende geben wird, an denen wir die Möglichkeit haben, über unser Land zu sprechen, bereits ein Novum“.
Übersetzung und Redaktion: Lyubomir Kolarov
Gestaltet von Lyubomir Kolarov