Sonntag 21 Juni 2026 11:45
Sonntag, 21 Juni 2026, 11:45
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Bulgarien hinkt bei der Abfallwirtschaft weiterhin deutlich hinter den europäischen Zielen hinterher. Nur knapp 17 Prozent der Siedlungsabfälle werden recycelt, während der Durchschnitt in der Europäischen Union bei etwa 48 Prozent liegt. Das erklärte die Ministerin für Umwelt und Wasser, Rossiza Karamfilowa, während des Nationalen Treffens der lokalen und zentralen Exekutivbehörden, das vom Nationalen Verband der Gemeinden in der Republik Bulgarien organisiert wurde.
Rossiza Karamfilowa
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Die BTA zitiert die Ministerin mit den Worten, dass das Land effizientere Mechanismen für die getrennte Sammlung und Verwertung von Abfällen benötige, um seinen Rückstand gegenüber den anderen EU-Mitgliedstaaten aufzuholen.
Karamilowa äußerte sich auch zu den Vorbereitungen für die Einführung eines Pfandsystems für Getränkeverpackungen. Sie betonte nachdrücklich, dass bei der Verwaltung des Systems weder ein staatlicher noch ein privates Monopol zugelassen werde. Ihren Worten zufolge bestehe das Ziel darin, ein funktionierendes Modell zu schaffen, das Gleichbehandlung und Komfort für alle Bürger gewährleistet, einschließlich der Menschen in kleineren und abgelegenen Ortschaften.
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Die Umweltministerin wies auch auf das fortgeschrittene Vertragsverletzungsverfahren gegen Bulgarien hin, das im Zusammenhang mit der Anwendung des Verursacherprinzips bei der Festlegung der Gebühr für Haushaltsmüll steht. Ihren Worten zufolge könnte das Land innerhalb der nächsten zwei Jahre ein Urteil der europäischen Institutionen zu seinen Lasten erhalten, sollte es nicht die erforderlichen Maßnahmen ergreifen. „Wir haben Verzögerungen bei der Korrektur der Hausmüllgebühr und die möglichen Sanktionen werden von uns allen bezahlt werden“, warnte die Umweltministerin.
Das Thema Abfallwirtschaft gehört weiterhin zu den größten Herausforderungen für Bulgarien im Zusammenhang mit dem Übergang zur Kreislaufwirtschaft und der Umsetzung der europäischen Umweltvorschriften.
Redakteurin: Elena Karkalanowa
Übersetzung: Georgetta Janewa