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Präsidentin Jotowa: Bulgarien hält eine „goldene Karte“ in der EU
Montag 22 Juni 2026 10:16
Montag, 22 Juni 2026, 10:16
Ilijana Jotowa
FOTO president.bg
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Präsidentin Ilijana Jotowa rief dazu auf, die Führungspositionen Europas wiederherzustellen, indem eine größere Unabhängigkeit in den Bereichen Sicherheit, Wirtschaft und Technologie aufgebaut wird.
In einem Interview für den FernsehsenderbTV betonte sie, dass die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten schwerwiegende Schwächen bei den europäischen Reaktionen und der Verteidigung offengelegt hätten. Sie unterstützte die Idee zur Stärkung der europäischen Verteidigungskapazitäten, jedoch als Säule innerhalb der NATO und nicht als deren Alternative.
Die Präsidentin wies Vergleiche der bulgarischen Politik mit dem Modell Ungarns zurück und betonte, dass die EU kein „Klassenzimmer“ sei, in dem die Staaten blind die Lektionen anderer befolgen müssten.
Jotowa unterstützte nachdrücklich die Argumente des Ministerpräsidenten gegen eine mögliche Aufnahme des russischen Patriarchen Kyrill I. in die Sanktionslisten der EU.
Nach Ansicht der Präsidentin hält Bulgarien als EU-Land und aufgrund seiner geopolitischen Lage eine „goldene Karte“ in der Hand.
„Lange Zeit war unser Land eine Randregion, und die großen Projekte gingen an uns vorbei. Nun werden eines Tages alle möglichen Korridore hier vorbeiführen – Energiekorridore, Landkorridore und Korridore im Bereich der Hochtechnologie“, so Jotowa.
Redakteur: Iwo Iwanow
Übersetzung: Rossiza Radulowa
Gestaltet von Rossiza Radulowa