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Bulgaren in Brüssel tanzten mit einem „Großen Reigen“ in den Sommer

Montag, 22 Juni 2026, 12:14

Bulgaren in Brüssel tanzten mit einem „Großen Reigen“ in den Sommer

FOTO Daniela Goleminowa

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Zum 38. Mal fand am Samstag in Brüssel der „Große Reigen“ statt. Dutzende Bulgaren und viele Ausländer, die in Belgien leben und arbeiten und die bulgarischen Volkstänze lieben, nahmen an der Initiative teil, die seit mehr als 15 Jahren stattfindet.

Speziell für die Veranstaltung in der belgischen Hauptstadt waren auch viele unserer angereist.

FOTO Daniela Goleminowa

Die große Hitze hielt die Teilnehmer am Event nicht davon ab, neue Tanzschritte einzuüben. In dem überfüllten Saal wurden über drei Stunden lang Reigen aus den verschiedenen Folkloreregionen Bulgariens getanzt.

Die Überraschung des Abends war ein Flashmob mit einem thrakischen Tanz, mit dem sich der Verein „Beim Reigen in Brüssel“ Mitte Mai beim bulgarischen Folklorefest in München präsentiert hatte.

Bulgarischer Folkloreverein – „Beim Reigen in Brüssel“

FOTO Privatarchiv

Das Event wurde mit großer Vorfreude erwartet und sorgte für ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Die Gäste der Veranstaltung hatten auch etwas zu essen und zu trinken mitgebracht und hatten zugleich die Möglichkeit, sich an der Initiative zum Austausch von Büchern in bulgarischer Sprache „Lies und reich weiter“ zu beteiligen.

FOTO Daniela Goleminowa

Sibila Stojanowa, eine der Tänzerinnen im Verein „Beim Reigen in Brüssel“, war für den Bücherstand zuständig und animierte unsere Landsleute, Bücher mitzubringen und miteinander teilen.

FOTO Daniela Goleminowa

„Die Initiative ‚Lies und reich weiter‘ gibt es schon seit langer Zeit. Sie wurde von Maria Zwetkowa, der Leiterin des Clubs, ins Leben gerufen, und ich schließe mich nun an und möchte sie weiterentwickeln. Die Idee ist, dass jeder ein Buch mitbringt, das er gelesen hat und zu Hause nicht mehr braucht, um es an andere Leser weiterzugeben. Wir versuchen, einen persönlichen Kontakt zu den Lesern herzustellen. Wir fragen sie, ob ihnen die Bücher gefallen haben, die sie mitgenommen haben, und was sie ihren Freunden empfehlen würden. Wir möchten das Lesen bulgarischer Bücher fördern und eine Art Bibliothek aufbauen. Das Interesse ist groß. Es wurden schon viele Bücher verteilt. Ich möchte die Sache noch interessanter gestalten und wähle für manche Leser „blind“ ein Buch aus. Das habe ich in einigen Buchhandlungen in Brüssel beobachtet. Ich hoffe, dass es auch für unsere Landsleute interessant wird. Wir haben auch Kinderbücher…Ich hoffe, dass das Lesen der Bücher ein Anlass ist, miteinander ins Gespräch zu kommen und Eindrücke auszutauschen. Eine Initiative ist erfolgreich, wenn man Interesse wecken und auch andere mitreißen kann“, sagte Sibila Stojanowa.


Redaktion und Übersetzung: Rossiza Radulowa