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Europäische Studie zeigt: Die Bulgaren vertrauen weder den USA noch der EU

Dienstag, 23 Juni 2026, 10:18

Europäische Studie zeigt: Die Bulgaren vertrauen weder den USA noch der EU

FOTO BTA

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7 Prozent der Bulgaren betrachten die USA eindeutig als Verbündeten, 44 Prozent als „notwendigen Partner“, 11 Prozent als Gegner, mit dem man zusammenarbeiten müsse, und 15 Prozent sehen die USA als ein Land, mit dem sie in Konflikt stehen.

Die Daten stammen aus einer Studie, die vom Europäischen Rat für Auswärtige Beziehungen bei Mandate Research, YouGov und Turu-uuringute in Auftrag gegeben wurde. Die Studie wurde zwischen dem 30. April und dem 19. Mai 2026 online oder telefonisch unter 19.481 Befragten (volljährigen Bürgern, darunter 1.013 Bulgaren) in 15 europäischen Ländern durchgeführt, berichtet die BTA.

36 % der befragten Bulgaren sind der Meinung, dass US-Präsident Donald Trump die Beziehungen zwischen Europa und den USA nachhaltig beschädigt hat und dass diese selbst dann nicht wiederhergestellt werden könnten, wenn er nicht mehr im Amt ist. In der Umfrage ist Bulgarien das einzige Land, dessen Bürger der Meinung sind, dass kein anderes europäisches Land im Bedarfsfall zu Hilfe eilen würde – 23 Prozent glauben, dass wir keine Unterstützung erhalten, während 12 Prozent der Ansicht sind, dass uns die anderen europäischen Länder mit Sicherheit Hilfe leisten würden.

26 Prozent der Bulgaren sehen die Ukraine als notwendigen Partner, 37 Prozent haben keine feste Meinung, und 19 Prozent betrachten sie als Feind. Nach Parteien aufgeschlüsselt stehen 28 Prozent der Wähler von PB der Ukraine positiv gegenüber, ebenso 69 Prozent der Wähler von GERB sowie 72 Prozent der Wähler von PP-DB.

Unter den untersuchten Ländern weist Bulgarien die negativsten Einstellungen gegenüber der Entsendung militärischer Hilfe an die Ukraine auf.

In puncto Sicherheit und Verteidigung unterstützt Bulgarien sowohl den Kauf von Waffen aus Europa als auch die Schaffung einer alternativen nuklearen Abschreckungskraft, die nicht auf die USA angewiesen ist, geht aus den Daten der Studie hervor.

Sie zeigt zudem: Die größten Sorgen der Bulgaren sind eine mögliche Wirtschaftskrise sowie eine eventuelle Verwicklung in einen Krieg durch die USA oder in einen neuen Krieg durch Europa.


Redakteur: Iwo Iwanow

Übersetzung: Rossiza Radulowa