Autor
Krassimir Martinow
Artikel
Sieger des Lese-Wettbewerbs auf Bulgarisch „As Buki Wedi“ gekrönt
Montag 29 Juni 2026 15:12
Montag, 29 Juni 2026, 15:12
Die Kronen der Königin und des Königs der Buchstaben
FOTO BNR
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Nicolas Hulala von der Bulgarischen Mittelschule „Christo Botew“ in Bratislava und Lea Todorowa von der Bulgarischen Sonntagsschule „Kyrill und Method“ in Paris sind der neue König und die neue Königin der Buchstaben. Die Auszeichnungen wurden ihnen nach einem spannenden Wettbewerb bei der zehnten Jubiläumsausgabe des Internationalen Wettbewerbs im Lesen auf Bulgarisch „As Buki Wedi“ für Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klasse bulgarischer Schulen im Ausland verliehen.
Gastgeber war die Bulgarische Sonntagsschule „Kyrill und Method“ in Paris. Die Veranstaltung wurde mit finanzieller Unterstützung des Bildungs- und Wissenschaftsministeriums, in Zusammenarbeit mit der Exekutivagentur für die Bulgaren im Ausland und mit der Medienpartnerschaft des Bulgarischen Nationalen Rundfunks durchgeführt.
Die Teilnehmer des Wettbewerbs „As Buki Wedi“, die liebevoll als „Hüter der Buchstaben“ bezeichnet werden, kamen in diesem Jahr aus 27 bulgarischen Schulen im Ausland – aus Belgien, Großbritannien, Deutschland, Irland, den Niederlanden, der Slowakei, der Ukraine und Frankreich.
Der neue König und die neue Königin der Buchstaben, die von einer Jury unter dem Vorsitz von Professor Schiwka Kolewa-Slatewa bestimmt wurden, wurden von Milena Dimitrowa gekrönt, der Sekretärin des Präsidenten für Kultur, Bildung und Beziehungen zu den Bulgaren im Ausland. Sie setzte auch die silbernen Kronen den „Herrschern der Buchstaben“ Philipp Nisteja und Viktor Stojanow auf.
Milena Dimitrowa verlas außerdem ein Grußwort von Präsidentin Ilijana Jotowa, in dem es heißt:
„Es ist besonders symbolisch, dass die Jubiläumsausgabe in der Bulgarischen Schule ‚Kyrill und Method‘ in Paris stattfindet, die ihr zwanzigjähriges Bestehen feiert. Dies ist ein Anlass, allen Lehrkräften, Eltern und engagierten Persönlichkeiten die verdiente Anerkennung zu zollen, die mit Hingabe und Ausdauer die bulgarische Sprache, Kultur und Tradition unter unseren Landsleuten im Ausland bewahren.“
Bildungsminister Professor Dr. Georgi Waltschew überreichte die Auszeichnungen „Buchstabenkenner“ an die jüngsten Teilnehmer ihrer jeweiligen Kategorien – Alexandra Kochtschiewa und Minna Schuster.
In einem Interview für Radio Bulgarien hob Minister Waltschew die Rolle der Eltern bei der Bewahrung der bulgarischen Identität ihrer Kinder hervor. Er betonte außerdem, dass das Bildungs- und Wissenschaftsministerium die bulgarischen Sonntagsschulen im Ausland weiterhin unterstützen werde und sich der Aufgabe annehmen werde, die Schulbücher an deren Bedürfnisse anzupassen – entsprechend dem jeweiligen Niveau der Bulgarischkenntnisse und dem Leben in einer fremdsprachigen Umgebung.
Minister Georgi Waltschew überreicht die Auszeichnung
FOTO BNR
„Es gibt kein Bildungssystem der Welt, das alle Probleme lösen kann, wenn es nicht von der Familie unterstützt wird. In diesen Schulen sehen wir die wunderbaren Erfolge der Kinder. Wenn jedoch die Familien nicht hinter ihnen stehen, werden die Ergebnisse nicht dieselben sein – ganz gleich, welche Lehrbücher oder Unterrichtsmaterialien wir zur Verfügung stellen. Gerade dank der Beharrlichkeit und Unterstützung der Familien vollbringen die Kinder tatsächlich Wunder. Und ich freue mich, heute unter den bulgarischen Schulen hier gewesen zu sein, denn bulgarische Sprache im Herzen von Paris zu hören und zu erleben, wie die Kinder die Buchstaben bereits verstanden haben und auch den Rhythmus der bulgarischen Sprache erfassen, ist etwas Wunderbares“, sagte Minister Waltschew.
Die Leiterin der Exekutivagentur für die Bulgaren im Ausland, Rajna Mandschukowa, die die Anerkennungspreise des Wettbewerbs „As Buki Wedi“ – „Hüter der Buchstaben“ – überreichte, unterstrich die Rolle der Lehrkräfte an den bulgarischen Sonntagsschulen bei der Erhaltung unseres familiären und nationalen Gedächtnisses.
Rajna Mandschukowa
FOTO BNR
„Die Tätigkeit der bulgarischen Sonntagsschulen geht längst über den Rahmen der reinen Bildung hinaus“, erklärte Rajna Mandschukowa in einem Interview für Radio Bulgarien. „Dazu hat die Agentur für die Bulgaren im Ausland maßgeblich beigetragen – zunächst, indem sie die Schulen zusammengeführt hat, und anschließend durch die Unterstützung, die wir seit der Konsolidierung der bulgarischen Schulen im Ausland leisten. Solche Initiativen, die bulgarische Schulen aus verschiedenen Städten zusammenbringen, gibt es inzwischen viele. Und jede einzelne ist außerordentlich wertvoll. Jede ist das Ergebnis der Fantasie und der Idee einer Lehrkraft – in diesem Fall der Direktorin der Bulgarischen Schule in Köln, Rossiza Bajraktarski.“
Die Abgeordnete Elisaweta Belobradowa, die zugleich stellvertretende Vorsitzende der Kommission für die Politik gegenüber den Auslandsbulgaren und Leiterin der ständigen Delegation der Volksversammlung in der Parlamentarischen Versammlung der Frankophonie ist, gehörte ebenfalls zu den offiziellen Gästen des internationalen Lesewettbewerbs „As Buki Wedi“. Sie überreichte zwei Sonderpreise an Schülerinnen und Schüler der Bulgarischen Schule „Ran Bossilek“ in Brüssel.
Elisaweta Belobradowa dankte allen Eltern, Kindern und Lehrkräften, die an ihren freien Tagen zur Schule gehen, anstatt der Erholung Vorrang zu geben.
Elisaweta Belobradowa und die ausgezeichneten Kinder
FOTO BNR
Auch der Bulgarische Nationale Rundfunk vergab Sonderpreise.
„Für den Bulgarischen Nationalen Rundfunk ist es eine Ehre, Teil dieser Sache zu sein, denn die Aufgabe des öffentlich-rechtlichen Mediums besteht nicht nur darin, zu informieren, sondern auch die bulgarische Sprache, Kultur und Spiritualität zu bewahren. In diesem Sinne haben heute alle hier bewiesen, dass die bulgarische Sprache nicht nur ein Mittel der Verständigung ist. Sie ist Erinnerung und Zugehörigkeit sowie eine Brücke, die die Generationen miteinander verbindet, unabhängig davon, wie viele Kilometer uns voneinander trennen. Darüber hinaus verdienen auch die Organisatoren, Lehrkräfte und Eltern unseren Glückwunsch, denn gerade ihr Engagement ist der Grund dafür, dass die bulgarische Sprache fern von Bulgarien nicht nur als Erinnerung, sondern als gelebter Alltag weiterlebt“, betonte Dimitar Abraschew aus dem Verwaltungsrat des BNR.
Dimitrinka Niklina, Schulleiterin der Bulgarischen Schule „Hll. Kyrill und Method“ in Dortmund, nahm die Gastgeberstatue für die elfte Ausgabe des Internationalen Wettbewerbs im Lesen auf Bulgarisch „As Buki Wedi“ für Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Klasse bulgarischer Schulen im Ausland entgegen.
Die Bulgarische Sonntagsschule „Hll. Kyrill und Method“ in Regensburg wurde durch Losentscheid als Gastgeber der zwölften Ausgabe im Jahr 2028 bestimmt.
Der Wettbewerb endete mit einem gemeinsamen Gruppenfoto und einem bulgarischen Reigen, angeführt von den Tänzern des Ensembles „Sora“ aus Paris.
Die Namen aller ausgezeichneten Schülerinnen und Schüler des zehnten Internationalen Wettbewerbs im Lesen auf Bulgarisch „As Buki Wedi“ für die erste und zweite Klasse der bulgarischen Schulen im Ausland können HIER eingesehen werden.
Übersetzung: Rossiza Radulowa