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Fast ein Drittel des Einkommens der Bulgaren fließt in teure Lebensmittel
Dienstag 30 Juni 2026 14:27
Dienstag, 30 Juni 2026, 14:27
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Der Preis des kleinen Warenkorbs (SKB) ist laut einer Analyse der Konföderation der unabhängigen Gewerkschaften in Bulgarien KNSB innerhalb eines Jahres um 8,9 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat Mai 2026 beträgt der Anstieg 0,5 Prozent.
Im
Juni dieses Jahres kostete der kleine Warenkorb 61,82 Euro, im Mai
61,51 Euro. Im Juni 2025 lag sein Preis noch bei 56,8 Euro.
Die
Haushalte empfinden die Inflation jedoch als deutlich höher. Ein
durchschnittlicher Haushalt gibt rund 30 Prozent seines Einkommens
für Lebensmittel aus, bei einigen Familien erreichen diese Ausgaben
sogar 36 Prozent.
Eines der größten Probleme auf dem bulgarischen Markt ist die enorme Preisspanne zwischen Groß- und Einzelhandel. Die Aufschläge im Einzelhandel liegen zwischen 23 und über 151 Prozent.
Traditionell liegt der Aufschlag für viele Produkte, darunter Mehl, Reis, Frischmilch, Käse, Kartoffeln, Äpfel, Bohnen, Tomaten und Gurken, im Vergleich zum Börsenpreis bei über 50 Prozent für den Endverbraucher.
Mit einem Mindestlohn kann ein Bulgare 10
Lebensmittelkörbe kaufen. In Frankreich sind es 25, in Deutschland
35, in Rumänien 15 und in Kroatien 19.
Die KNSB stellt klar, dass
die Initiative „Warenkorb mit Fürsorge“ die überhöhten und
marktwirtschaftlich nicht gerechtfertigten Preisaufschläge allein
nicht ausgleichen kann.
Der Präsident der KNSB, Plamen Dimitrow, äußerte Zweifel daran, ob die Preisaufschläge und Lebensmittelpreise tatsächlich vom Markt bestimmt werden. Seinen Worten zufolge braucht Bulgarien nicht nur eine Beobachtung des Marktes, sondern auch ein aktives Eingreifen der zuständigen Institutionen.
Redakteur: Iwo Iwanow
Übersetzung: Rossiza Radulowa